Wie sieht es eigentlich aktuell im Sennhof aus? Das wollten der SPD-Ortsverband und die Fraktion wissen und haben auf ihrer ersten Sommertour den Sennhof besucht. Empfangen wurden sie von den fleißigen Helfern der Feuerwehr aus der Abteilung Stadt und des Fördervereins rund um den Abteilungskommandanten Stefan Schüttler.

Bereits 2016 habe es erste Gespräche mit der Stadt gegeben, ob die Feuerwehr den Sennhof übernehmen soll, blickte Stefan Schüttler in die jüngste Vergangenheit des Walderholungsheims, das im Jahr 1938 gebaut worden war. Seit dem 1. Januar 2017 ist die Feuerwehr Pächter und hat das Haus komplett renoviert. "Wir wollten aber den Charakter des Sennhofs erhalten", betonte Schüttler beim Rundgang.

Auch der Bereich mit den Räumen für Übernachtungen musste komplett saniert werden, obwohl das vor knapp 20 Jahren von der GVV erst gemacht worden war. "Die Schlafräume haben einen neuen Estrich und Fußbodenbelag bekommen. Und neue Möblierung", so Schüttler.

Restaurant-Mobiliar passt genau rein

Im Hauptraum steht nun das Mobiliar des Restaurants La Villa, auch die Küche stammt von dort. "Zum Glück passte sie hier ziemlich genau rein", sagt Schüttler. Unter den Feuerwehrleuten sind nahezu alle Handwerke vertreten, so dass alle Arbeiten in ehrenamtlicher Eigenleistung über die Bühne gingen. Die Stadt habe teilweise Materialkosten übernommen, der Förderverein habe rund 18 000 Euro getragen.

Regina Brütsch fragte, wie es nun mit Vermietungen laufe. Grundsätzlich werde der Sennhof nur noch an Feuerwehrangehörige oder Mitglieder des Fördervereins vermietet, so die Auskunft. "Wir werden bald auch eine Online-Reservierungsanfragemöglichkeit auf der Homepage haben", sagte Schüttler. Derzeit erhalte er wöchentlich vier bis fünf Anrufe von Interessenten, die den Sennhof mieten wollen.

Feuerwehren und Partnerstädte sollen profitieren

Aber bis im nächsten Jahr sind die meisten Termine sowieso schon belegt. Sinn und Zweck des Sennhofs sei zukünftig, dass alle Gruppen der Feuerwehr Singen ihn nutzen können. Einzige Ausnahmen seien Besuche von Gruppen aus Singener Partnerstädten, die dann dort auch übernachten können.

Hinter dem Hauptgebäude lebt jetzt übrigens ein rundes Dutzend Hühner, die Schüttler gehören. Und der Taubenzüchter Kurt Thau hat seine Tiere vom Kleintierzuchtverein zum Sennhof verlagert. Die Feuerwehr ist aber noch nicht fertig: "Wir wollen noch einen Grillplatz für den Smoker einrichten. Außerdem soll ein Häusle des Anwesens Waibel auf das Sennhofgelände ziehen und auch ein Backhäusle ist geplant", erzählt Stefan Schüttler.

Im Herbst ist eine offizielle Einweihung geplant. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Informationen im Netz: http://www.sennhof-singen.de