Stefan Gebauer vom Kreisjugendreferat machte es spannend bis zum Schluss und sorgte dann für eine Riesenüberraschung: „Rund 260 Schüler haben in 992 Stunden bei 204 Arbeitgebern den Rekordbetrag von 6452,92 Euro erarbeitet“, erklärte der Projektleiter bei der Scheckübergabe der Aktion „Mitmachen Ehrensache“ an das AWO-Projekt Skipsy. Das Ergebnis sei weitaus höher als in den Vorjahren, sagte er und lobte das große Engagement.

Mit dem Betrag hatte niemand gerechnet. Umso größer waren Dankbarkeit und Freude bei den Skipsy-Verantwortlichen. „Es ist beeindruckend“, betonte Reinhard Zedler. Neben dem Geld gehe es auch um die moralische Unterstützung, sagte der AWO-Geschäftsführer. Schließlich hätten die Schüler für andere gearbeitet. Mit der Spende sollen größtenteils Projekte finanziert werden, kündigten Katharina Klinger, Maria Müller und Claudia Mühlhoff-Mast von der Skipsy-Gruppe an.

Die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ besteht im Landkreis Konstanz seit 2006. Schüler ab der siebten Klasse können freiwillig einen Tag lang für den guten Zweck arbeiten. Das erwirtschaftete Geld kommt jedes Jahr einem anderen Projekt zugute. Dieses Mal wurde das Projekt Skipsy (Singener Kinder psychisch kranker Eltern) ausgewählt. Das Gruppenangebot von Arbeiterwohlfahrt und dem Förderverein für Sozialpsychiatrie richtet sich an Kinder und Jugendliche aus dem Raum Singen, Radolfzell und der Höri.

Etliche Schüler konnten bei der Arbeit für die Aktion interessante Erfahrungen sammeln. „Es hat Spaß gemacht“, stellte der 14-jährige Andrew Fiorentino fest. Er habe unter anderem bei einer Firma Wohnwagen repariert. „Wir haben dem Hausmeister unserer Schule geholfen“, erzählte der 13-jährige Irfan Ahmeti von seinem Einsatz.

Die Teilnehmer der Aktion waren in diesem Jahr der Anne-Frank-Schulverbund Engen, die Hewenschule Engen, die Ten-Brink-Schule Rielasingen-Worblingen, die Evangelische Schule Schloss Gaienhofen und der Gottmadinger Schulverbund Eichendorff-Werkrealschule und Realschule.