Noch mindestens bis Jahresende laufen die Arbeiten zur Erneuerung der bald hundertjährigen Eisenbahnüberführungen aus den Jahren 1922 und 1925 über die Schlachthausstraße in Singen, wie ein Bahnsprecher auf SÜDKURIER-Nachfrage mitteilt. Dabei müssten auch die bestehende Schallschutzwand und eine Trinkwasserleitung erneuert werden. Die Vorarbeiten seien inzwischen planmäßig abgeschlossen worden. „Nachdem der Abbruch der alten Widerlager der ehemaligen Randenbahn erfolgt ist, sollen nun die Arbeiten an der Oberleitungsanlage beginnen“, erklärt ein Sprecher.

Lärm und Staub sollen reduziert werden

Auch dabei soll darauf geachtet werden, Lärm- und Staubbelastungen zu reduzieren. „Die vorhandene Lärmschutzwand wird so lange wie möglich an Ort und Stelle belassen“, so ein Bahnsprecher. Es soll ab 26. August beispielsweise ausschließlich tagsüber gearbeitet. Außerdem werden lärmreduzierte Maschinen eingesetzt. „Die Staubentwicklung beim Abbruch der alten Widerlager war gering“, heißt es seitens der Bahn. Während den nächtlichen Arbeiten an der Oberleitungsanlage finden Schal-, Bewehrungs- und Betonarbeiten statt. Die Herstellung der nördlichen Eisenbahnüberführung erfolge auf dem Gelände der einstigen Randenbahn, das südliche Brückenbauwerk auf der Strecke nach Gottmadingen werde auf der Kreuzung Schlachthaus-/Münchriedstraße hergestellt, weshalb die Schlachthausstraße für den Verkehr voraussichtlich bis Anfang 2020 gesperrt bleibt. Eine Umleitung für Fußgänger, Rad- und Fahrzeugverkehr ist ausgeschildert.

Im Herbst werden alte Brücken abgebrochen

Der Abbruch der alten Brücken und der Einschub der neuen Bauwerke ist Ende November vorgesehen. „Ab 30. November werden die Gleise zurückgebaut, die beiden alten Brücken abgebrochen, die beiden Bahndämme zurückgebaut, die neuen Bauwerke eingeschoben und anschließend die beiden Bahndämme und die Gleise wiederhergestellt“, erklärt der Bahnsprecher. Gleichzeitig wird auch die Schallschutzwand parallel zur Bahnstrecke Engen–Singen im Bereich der Eisenbahnüberführung neu errichtet. Die Gesamtkosten beziffert die Bahn auf rund 5,7 Mio Euro.

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