Im Jahre 1983 feierte Schlatt am Randen, seit Juli 1971 mit damals 310 Einwohnern kleinster Ortsteil der Gemeinde Hilzingen, sein 1000-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten wurden am Freitag und Montag in der Alpenblickhalle abgehalten, am Samstag und Sonntag feierte man in der Büßlinger- und Bahnholzstraße ein Dorffest. Hierfür hatten die Schlatter Vereine – Feuerwehr, Kirchenchor, Musikverein, Sportverein – entlang der Festmeile in Scheunen, Zelten, Maschinenhallen und Schöpfen Festwirtschaften eingerichtet. Der Musikverein entschied sich für die leerstehende Scheune seines damaligen 2. Vorstandes Eugen Sauter in der Bahnholzstraße. Schon während der 1000 Jahrfeier entstand die Idee, diese Scheune künftig öfters für die Abhaltung eines Festes zu nutzen. So lud der Musikverein bereits ein Jahr später am 3. Wochenende im August 1984 zum 1.Scheunenfest ein.

Am kommenden Wochenende findet nun das Scheunenfest zum 36. Male statt. Somit bestätigt sich mit dem Scheunenfest die Aussage von Reinhold Zipperer, Ortsvorsteher in Schlatt im Jahre 1983. In seinem Grußwort in der Festschrift zur 1000 Jahrfeier ist zu lesen: „Wir (= die Schlatter) haben ein reges Vereinsleben und eine gute Dorfgemeinschaft. Unsere Traditionen werden erhalten und wir sind bestrebt, diese an unsere Jugend weiterzugeben“. Niemand aus der damaligen Vorstandschaft hätte sich träumen lassen, dass das Scheunenfest auch 2019 noch fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Gemeinde Hilzingen mit entsprechendem Besucherandrang ist. Natürlich war der Musikverein besonders in den ersten Jahren gefordert, wenn es galt die Infrastruktur der Scheune zu verbessern. Bald war der Besucherzahl so groß, dass nicht alle Besucher in der Scheune Platz fanden. Man wich auf die Bahnholzstraße und später auch auf die angrenzenden Hofflächen aus. Mit dem Bau der Bühne in dem der Scheune gegenüber liegenden Garten im Jahre 2001 wurde es dann endgültig zum Fest vor der Scheune.

Auch das Programm hat sich in den 36 Jahren verändert. Früher schwang man bei den „Amigos“ und den „Muntermachern“ das Tanzbein, heute ist insbesondere am Samstagabend für die Jugend Partytime. Ergänzt wurde das Programm 1996 am Montag um den Seniorennachmittag mit anschließendem Handwerkervesper.

Mittlerweile hat Schlatt am Randen um die 500 Einwohner und die Dorfgemeinschaft ist nach wie vor gut. Dies zeigt die Bereitschaft auch von „Neubürgern“ den Musikverein als Helfer oder mit einem Kuchen zu unterstützen. Denn die benötigten über 90 Kuchen könnte der Musikverein nicht alleine stemmen. Es ist auch gelungen, die Bedeutung des Scheunenfestes für den Ort und den Verein an die nachfolgende Generation weiter zu geben. Die jungen Aktiven im MV haben es erkannt und sind tatkräftig mit dabei. Acht Helfer aus den Anfängen des Scheunenfestes sind am kommenden Wochenende wieder im Einsatz und bei zwei Familien arbeiten drei Generationen mit. Das diesjährige Programm (siehe Info-Kasten) bietet mit „Blaska“ und „Oktatett“ zwei Musikgruppen, die zum ersten Mal am Scheunenfest auftreten, während die Stettener Trachtenkapelle schon des öfteren für ausgelassene Bierabendstimmung gesorgt hat.

Programm

 

  • Samstag, 17. August:

siehe Anzeige

  • Sonntag, 18. August:

11.30 Uhr Stadtkapelle Tengen

Einlage: FZ „Castellaner“ Riedheim

15 Uhr MV Anselfingen

Einlage: Musikalische Früherziehungsgruppen MV Schlatt am Randen

Einlage: Tanzgruppe Dynamite aus Überlingen am Ried

17.45 Uhr Blaskapelle „Oktatett“

Kinderprogramm

  • Montag, 19. August:

14.30 Uhr MV Schlatt am Randen

16.30 Uhr Talheimer Straßenmusikanten

18.45 Uhr MV Thayngen

21 Uhr Trachtenkapelle Stetten