Im Jahr des 125-jährigen Bestehens der SPD Singen wollen die Genossen nicht zurück, sondern nach vorne schauen. Beim Neujahrsessen im Gasthaus Sternen rückte Fraktionsvorsitzende Regina Brütsch die Themen Kultur, Stadtentwicklung und Bildung in den Mittelpunkt. Austausch und Ausblick in geselliger Runde hieß es für die rund 40 Gäste. Gekommen waren auch Genossen aus Schaffhausen, zu denen die Fraktion gute Kontakte pflegt.

"Es wird zwar mehr gebaut, aber im falschen Segment"

Für Kultur habe sich die SPD schon immer eingesetzt, so Regina Brütsch, wobei sie als Zielgruppen die Färbe, die GEMS und freie Träger wie den Jazz Club oder das Weitwinkelkino nannte. Um Kultur zu vermitteln, müsse man in Zukunft auch Geld für die Jugendmusikschule und die Stadtbibliotheken bereitstellen. Zum Thema Stadtentwicklung drückt die Genossen der soziale Wohnbau. "Es wird zwar mehr gebaut, aber im falschen Segment", so die Einschätzung von Regina Brütsch.

Die Stadt könne Anreize schaffen mit Grundstücken, die in Erbpacht vergeben werde. Diese in Vergessenheit geratene Form des Grundbesitzes mache auch Leuten einen Hausbau möglich, die es sich sonst nicht leisten könnten. Regina Brütsch bezog die Möglichkeit der Erbpacht auch für Gewerbeflächen ein. Sollten sich Betriebe überleben, könne der Platz anders verplant werden.

Nein zum Projekt im "Knöpfleswies"

Zur Wohnanlage "Lebenswert", die in der Gartenanlage "Knöpfleswies'" in der Nordstadt entstehen könnte, sagte Regina Bütsch: "Da können wir nicht mitmachen." Grund sei die starke Dichtheit des Projektes. Die geplanten Fahrradstraßen Im Iben und Schillerstraße seien einen Versuch wert, sie würden aber nicht ausreichen. Eine Verbindung durch die Stadt von Ost nach West und Fahrradstraßen in der Innenstadt würden eher gebraucht.

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Um dem Bedarf an Kita-Plätzen nachzukommen, hält sie eine Modulbauweise für richtig. Auch im geplanten Sanierungsgebiet Ziegeleiweiher könnte eine Kita entstehen. Dem Volksbegehren der Landes-SPD für kostenlose Kitas sollte man zustimmen, weil dadurch die Teilhabe viele Menschen erhöht werde.