Am Ende ging der Zuschuss für das MAC I, Museum Art & Cars, in Höhe von 60 000 Euro mit 22 Ja-, sechs Neinstimmen und einer Enthaltung durch. Aber die Standpunkte mussten zuvor noch einmal deutlich gemacht werden: Vor allem die SPD und die Grünen erinnerten an eine Abmachung zu Beginn der MAC-Ära. Danach soll das Stifterehepaar Maier versichert haben, dass das Museum außer dem städtischen Grundstück keine weitere Förderung von der Stadt in Anspruch nehmen werde. Doch dann kam der Zuschussantrag für den laufenden Ausstellungsbetrieb der Südwestdeutschen Kunststiftung, der die Stadt ja auch angehört. Während die einen von einem Vertragsbruch (Manfred Bassler, SPD) sprachen, führten die anderen (Veronika Netzhammer, CDU und Markus Weber, Neue Linie) den Mehrwert für die Stadt an, der von dem Museum ausgehe. Nachdem einige Räte sich schon im Kulturausschuss mit dem Zuschuss schwertaten, hatte die Verwaltung den Beschlussvorschlag für den Gemeinderat schon abgeändert. Danach bekommt die Kunststiftung den Zuschuss nur noch für ein statt für drei Jahre. Außerdem sagte OB Bernd Häusler: "Wenn wir die Südwestdeutsche Kunststiftung fördern, wollen wir auch Einblick in die Bilanzen haben". Eberhard Röhm hat ein grundsätzliches Problem: "Das Vertrauen ist maßgeblich erschüttert. Künftig wird man auch andere Zusagen hinterfragen müssen."

Häusler sieht jedoch nichts Verwerfliches darin, Verträge zu ändern. Das habe mit Vertrauensverlust nichts zu tun. Zwei Meinungen. Klaus Forster (Freie Wähler) erinnerte noch einmal daran, dass die Stadt Partner der Südwestdeutschen Kunststiftung ist. Das Geld werde für den Betrieb des Museums eingesetzt. Forster forderte aber eine ausführliche Katalogisierung des Sammlungsbestandes.

Für Regina Brütsch (SPD) war die Diskussion erneut Anlass, in der bevorstehenden Kulturdebatte intensiv auf die Verteilung von Fördermitteln einzugehen. Für 2017 könne sie dem Zuschuss in Höhe von 60 000 Euro zustimmen. Häusler will diese Debatte mit allen freien Kulturschaffenden führen.

Die CDU-Fraktion unterstütze die Förderung der Südwestdeutschen Kunststiftung, weil damit den Erblassern verdeutlicht werde, dass ihre Sammlungen gut aufbewahrt werden. "Es ist eine Tatsache, dass nicht nur ein Depot gebaut wurde, sondern auch ein Museum" sagte Netzhammer. "Ob's einem gefällt oder nicht: Für viele ist die Kombination aus alten Autos und Kunst attraktiv." Das MAC stärke auch die anderen Einrichtungen. "Wenn die Stadt die gestifteten Kunstwerke aufbewahren müsste", rechnet Netzhammer vor, "würde das wesentlich teurer."