Die erste Fahrradstraße in Singen ist auf einem guten Weg. Im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen stimmten die Mitglieder für die Umsetzung in der Nordstadt. Im Vorfeld hatte kürzlich eine nicht-öffentliche Versammlung mit Anwohnern stattgefunden. Die daraus resultierenden Wünsche wurden mit berücksichtigt.

Diskussion mit Anwohnern

„Wir hatten bei dem Vorort-Termin mit den Anwohnern eine sehr spannende Diskussion“, sagte Oberbürgermeister Bernd Häusler im Ausschuss. Die Streckenführung geht von der Bruderhofstraße über die Straße „Im Iben“ bis zur Reichenaustraße, zur Uhlandstraße, dann durch die Schillerstraße zum Gymnasiumweg und dann nördlich vorbei am Hegau-Gymnasium zur August-Ruf-Straße.

Engstelle Im Iben

Bei der Diskussion war aber deutlich geworden, dass es „Im Iben“ in dem Abschnitt zwischen Beethovenstraße und Reichenaustraße sehr eng ist. „Die Anwohner befürchteten, dass sie dann nicht mehr vor ihren Häusern parken können“, erläuterte die Radverkehrsbeauftragte Petra Jacobi. „Vorerst lassen wir die Fahrradstraße nun an der Beethovenstraße enden.“ In der Schillerstraße geht sie dann weiter in dem Abschnitt zwischen Uhlandstraße und Widerholdstraße. Die Bodenwelle an der August-Ruf-Straße/Alemannenstraße soll auch entfernt werden. Die Markierungs- und Beschilderungsarbeiten kosten rund 60 000 Euro und sind im Etat der Radverkehrsbeauftragten vorhanden.

Markierung zu sehen

Auch das Hegau-Gymnasium hatte diese Route schon vor längerem vorgeschlagen. An der Kreuzung Richard-Wagner-Straße/Im Iben kann man bereits sehen, wie die Markierung nachher in etwa aussehen wird. „Was Sie nun umsetzen, ist realistisch, denn Sie nehmen auch Rücksicht auf die Anwohner“, sagte Kirsten Brößke (FDP), die auch bei dem Vor-Ort-Termin dabei war. Gut sei es auch, dass man ohne einen Schilderwald auskomme. Angelika Berner-Assfalg (CDU) appellierte, dass man bald an eine Fahrradstraße in Ost-West-Verbindung gehen solle.