Das Präventions- und Bildungsprojekt "Hände weg" der Pro Familia Singen stärkt Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse im Umgang und der Abwehr sexueller Übergriffe. Dank der Förderung der Bürgerstiftung Singen, der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg und der Singener Filiale der Sparda-Bank Baden-Württemberg kann das Projekt bald starten. Die Singener Bruderhofschule ist eine der ersten Schulen, die daran teilnehmen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es ist ein aktuelles und sensibles Thema. Sexualisierte Übergriffe und sexuelle Gewalt gegen Kinder werden häufig verharmlost, nicht wahrgenommen oder sogar totgeschwiegen. Und es beginnt im Kleinen, vermeintlich ohne Belang: die unerwünschte Umarmung, die unangenehm tätschelnde Hand, das ungeliebte Küsschen zur Begrüßung. Umso wichtiger ist es, Kinder früh und gut aufzuklären, sie zu stärken und ihnen zu vermitteln, dass und wie sie sich gegen sexualisierte Gewalt wehren können.

Einen Beitrag dazu liefert das Präventions- und Aufklärungsprojekt "Hände weg" der Singener Pro Familia Beratungsstelle. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der vierten bis sechsten Klassen. In mehrstündigen Workshops erhalten die Kinder ein fundiertes, kindgerechtes Grundwissen zu den Themen Sexualität, Pubertät, körperliche Entwicklung und zu Abgrenzungsmöglichkeiten gegenüber sexualisierten Übergriffen.

Die Realisierung des Projektes wird durch die finanzielle Förderung der Bürgersstiftung Singen, der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg mit je 1000 Euro sowie dem Engagement der Sparda-Bank Baden-Württemberg mit 4000 Euro möglich. An der Singener Bruderhofschule übergaben kürzlich Horst Lohberger (Filialleiter der Sparda-Filiale in Singen) und Renate Weißhaar (Bürgerstiftung Singen) offiziell die Spenden an Kirsten Schaefer von der Geschäftsführung von Pro Familia Singen.

"Workshops zu diesem Thema werden bei uns häufig angefragt, die Schulen haben großes Interesse daran. Wir freuen uns sehr, dass wir dank der großzügigen Förderungen nun Veranstaltungen in mehreren Schulen anbieten können", freute sich Kirsten Schaefer, stellvertretende Geschäftsführerin der Pro Familia Singen über die Spenden. Auch die Rektorin der Bruderhofschule, Karin Leutert ist dankbar, dass sie zu diesem sensiblen Thema die Fachleute der Pro Familia Singen an ihre Schule holen kann.

Schulen, die an den diesen Workshops interessiert sind, können sich direkt an Marga Kaiser bei der Beratungsstelle von Pro Familia Singen, Telefon (0 77 31) 611 20, wenden.

Pro Familia

  • Das Angebot von Pro Familia richtet sich an Jugendliche, Eltern und Schulen. Der Bundesverband unterhält mehr als 180 Beratungsstellen in Deutschland mit etwa 1600 Mitarbeitern. Angeboten werden medizinische, psychologische, psychosoziale und familienrechtliche Beratung unter anderem zu Sexualität, Partnerschaft, Empfängnisregelung und -verhütung, unerfülltem Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt sowie Präventionsprojekte.
  • Kontakt: Feuerwehrstraße 1, 78224 Singen, Telefon (0 77 31) 611 20, E-Mail: singen@profamilia.de