Ein Kind in einer Gefahrenlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in der Friedinger Straße wurde der Polizei am Mittwoch gegen 8.30 Uhr gemeldet. Mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Singen fuhren beschleunigt an den Einsatzort, wo sich die Mitteilung bestätigte.

Ein vierjähriger Junge stand in einer Höhe von etwa zehn Metern ungesichert auf dem Dach des Gebäudes an einem am Rand des Daches installierten Schneefanggitter, das dem Kind noch etwas Halt gab, wie die Polizei berichtet.

Spielzeug auf das Dach des Gebäudes gefallen

Während eine Polizeibeamtin von der Straße aus beruhigend auf das Kind einwirkte, drangen ihre Kollegen in die betreffende Wohnung ein, nachdem auf Klingeln niemand öffnete. In der Wohnung stellte sich heraus, dass der Vierjährige mit seinem dreijährigen Bruder in der Dachgeschoss-Wohnung an einem Dachflächenfenster gespielt hatte und dass den beiden Kindern ein Spielzeug aus dem Dachfenster auf das Dach des Gebäudes gefallen war.

Der Vierjährige wollte das Spielzeug vom Dach zurückholen, kletterte aus dem Dachfenster und geriet so in die beschriebene Notsituation. Nachdem die eingesetzten Polizeibeamten das vierjährige Kind über das Dachfenster zurück in die Wohnung gerettet hatten, weckten sie den im gleichen Zimmer unter dem Dachfenster schlafenden, 26-jährigen Vater der beiden Jungen, der die Ereignisse bis dahin nicht mitbekommen hatte.

Ganz abgesehen vom Tun der Kinder am offenen Dachfenster hatten die Beamten des Polizeireviers nach vergeblichem Klingeln seine Wohnungstür und die ebenfalls verschlossene Zimmertüre eingetreten und waren zuletzt zur Rettung des Kindes auf sein Bett gesprungen, wodurch der Lattenrost beschädigt wurde. Die Mutter der Kinder war nicht in der Wohnung anwesend, der Vater vermochte keine Erklärung zu seinem Tiefschlaf abzugeben. Anhaltspunkte auf eine Beeinflussung des Vaters durch Alkohol oder Drogen stellten die Beamten nicht fest.

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