Für die neue Inszenierung von "Antigone" am Theater "Die Färbe" passte alles zusammen. Regisseur Gunther Möllmann sagt: "Hier hatte ich die Chance, ein Stück gemeinsam mit dem Ensemble auszusuchen. Dazu ist die Basilika ein idealer Spielort für das griechische Drama von Sophokles, sie erinnert an ein antikes Amphitheater." Vorbehalte gegenüber dieser Tragödie räumt er gleich aus: "Bis heute zählt Sophokles zu den meistgespielten Dramatikern. Die Fragen, die er stellt, sind noch immer aktuell."

Übersetzt wurde die Antigone von Friedrich Hölderlin im Jahr 1804, aber seine Sprache sollte nicht abschrecken. Für die Inszenierung wurde die Bearbeitung von Martin Walser und Edgar Selge gewählt. "Dazu sind hier Schauspieler, die den Text zum Leben erwecken", unterstreicht Möllmann, der zum ersten Mal Gast in der Färbe ist.

Der Kontakt entstand über den Färbe-Schauspieler Patrick Hellenbrand, er spielt Kreon. Weitere Schaupieler sind Milena Weber (Antigone), Elmar F. Kühling (Wächter) und Ben Ossen (Hämon). Neu im Ensemble ist die junge Anfängerin Daniela Maria Fiegel (Ismene). Helmut Jakobi (Tiresias) ist dem Färbe-Publikum aus der vergangenen Spielzeit bekannt. Die Kinder-Darstellerinnen Winona und Penelope Kühling ergänzen die Truppe.

"Antigone" wurde 442 v. Chr. uraufgeführt und spielt in mythischer Vorzeit. In der Tragödie stehen sich zwei Wertesysteme gegenüber: König Kreon ordnet der Staatsräson alles andere unter, er ist überzeugt, dass es Aufgabe des Herrschers ist, für Ordnung zu sorgen. Die Nichteinhaltung seiner Gesetze belegt er mit drakonischen Strafen. Antigone widersetzt sich ihm. Gunther Möllmann lebt in Bielefeld, seine Regie-Ausbildung machte er unter der Leitung von Claus Peymann. Es folgten Engagements als Regisseur und Schauspieler.

Premiere ist am Mittwoch, 26. April, in der Basilika. Telefonische Reservierung ist möglich montags bis samstags von 10 bis 14 Uhr unter (0 77 31) 6 46 46 oder 6 26 63 sowie an der Abendkasse ab 19.30 Uhr oder unter www.die-faerbe.de