„Die meisten kennen ihn als Mario Kopper„ – mit diesem Satz begrüßte Stephan Kühnle von der VHS den Schauspieler Andreas Hoppe. Als Tatort-Kommissar ermittelt Andreas Hoppe ja nicht mehr. Sein besonderes Interesse gilt seit über 20 Jahren einer besonderen Spezies – dem Wolf.

Dafür hatte er sein neues Buch „Die Hoffnung und der Wolf – Wollen wir mit unseren neuen Nachbarn leben?“ dabei. Die VHS hatte ihn deshalb ins Kulturzentrum Gems in Singen eingeladen.

Erlebnisse und Gespräche mit Politikern

Wohl kein Tier wird derzeit in der Öffentlichkeit so kontrovers diskutiert wie der Wolf. Mit der zweiten Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes wird in einem neuen Paragraphen 45a das Füttern von Wölfen und die dadurch mögliche Gewöhnung an den Menschen verboten. Andreas Hoppe hat für sein Buch, das viele autobiografische Erlebnisse samt eindrucksvoller Fotos enthält, auch mit Politikern gesprochen.

Vom Staatssekretär im Umweltministerium Jochen Flasbarth erfährt er Details über das neue Gesetz, zum Beispiel, dass Abschüsse von Wölfen nur dann erfolgen dürfen, wenn Weidetiere tatsächlich von einem Wolf gerissen worden sind und nicht beispielsweise durch einen wildernden Hund.

Wolfsbotschafter seit 2010

Warum tut die Politik nicht mehr für den Herdenschutz, fragt er sich. „Weidetierhalter müssen mehr unterstützt werden“, so Hoppe. Vor allem in Kanada hat er vor vielen Jahren die ersten Erfahrungen bei der Begegnung mit Wölfen gemacht. Andreas Hoppe nimmt die Zuhörer mit seiner Begeisterung mit in diese Welt.

Seit 2010 ist er für das Nabu-Projekt Willkommen Wolf ehrenamtlich als Wolfsbotschafter unterwegs. Auch der Nabu setzt sich für den Herdenschutz bei Schäfereien ein, denn die Arbeit als Schäfer sei ein Knochenjob.

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„Ja, der Schäfer ist vom Aussterben bedroht“, sagte Hanne Pföst von der Schäferei auf der Hohentwiel-Domäne im Rahmen der Diskussion. Man habe hier schon genug Probleme mit frei laufenden Hunden, sagte sie. Deshalb könne der Wolf nur dort bleiben, wo er genug Lebensraum habe.