Selbstgepflanztes Gemüse und den eigenen Honig ernten, essen und verkaufen. Diese Chance haben Schüler des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums Singen im schuleigenen Garten mit dessen acht Bienenvölker. Dabei sah es am vergangenem Heiligabend nicht danach aus, dass es zu einer weiteren Ernte kommen könnte. Denn ein Brand hatte von dem Bienenhaus nur noch das Gerüst übrig gelassen.

Mit vielseitiger Unterstützung gaben die sieben Schüler der AG nicht auf und konnten ihr neues, von der Stadt zur Verfügung gestelltes Bienenhaus neu streichen und um ein Vordach für die Bienen erweitern. Den bei der Aufräumaktion ebenfalls zerstörten Garten legten sie gemeinsam neu an. Denn auch für die Schüler ist der Garten eine Bereicherung: „Das Arbeiten im Garten entspannt mich und die Natur lindert auch meine Aufgeregtheit vor einer Klassenarbeit“, meint Schülerin Paula.

Experte gibt wertvolle Tipps

Das Land Baden-Württemberg unterstützt jedes Jahr Schulgärten wie den des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums mit der Schulgarteninitiative. Dabei können die teilnehmenden Schulen ihre Gärten präsentieren und auch an Fortbildungen teilnehmen. Gutachter wie Uwe Hecker vom Amt für Landwirtschaft geben den Schülern und Lehrern Tipps zur optimalen Bepflanzung und Pflege des Gartens. Nach seinen Tipps wollen die Schüler auf der Blumenwiese nun durch zweijährige Blütenpflanzen einen nachhaltigeren Lebensraum für ihre Bienen schaffen sowie den Garten allgemein artenreicher gestalten.

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Karotten mögen nicht zu viel Druck

In den von Kleingruppen angelegten Hochbeeten des Schulgartens sprießen Gemüsesorten wie Paprika, Tomaten oder Mangold aus dem Boden. Sie werden von den Schülern gepflegt, bis sie geerntet werden können. Auch hier gibt Uwe Hecker Tipps im Umgang mit Karottensprösslingen. So sollen die Schüler die jungen Karotten keinem zu starken Wasserdruck aussetzen, um dem Gemüse nicht die Motivation zum Wachsen zu nehmen, erklärt Hecker. Auch sei gleichbleibend feuchter Boden wichtig, genauso wie eine nicht zu tiefe Pflanztiefe.

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