Gemächlich zieht die Aach an der Kirche in Beuren vorbei, fröhlich gestimmt sitzen die Gäste bei sommerlichen Temperaturen unter den Pavillons vor dem Milchhäusle. Es herrscht Feierabendlaune beim Handwerkerfest des Musikvereins (MV) des Singener Stadtteils Beuren, mit dem auch das Aachfest seinen diesjährigen Abschluss findet. Nach Fertigstellung der Aach-Renaturierung im Jahr 1999 fand das Aachfest zum ersten Mal statt und hat seit 21 Jahren in Folge sein treues Publikum.

„Das Fest ist zu einem Treffpunkt für Bürger und Gäste aus der ganzen Umgebung geworden“, freut sich Timo Roth, der seit drei Jahren Vorsitzender des MV ist und die Tradition weiterführt. Das Fest ist auch ein Treffpunkt für Musiker – in der Spontankapelle hatten sich am Montagabend 25 Musiker aus verschiedenen Vereinen zusammengefunden. Für den MV Beuron bedeutete es Einsatz ganz anderer Art: Die rund 40 Orchestermitglieder sorgten für die Bewirtung an allen drei Festtagen. „Zu den Ausgabetagen kommen eine Woche Vorbereitung der Speisen und zwei Tage Nachbereitung“, klärte Julia Mücke auf, die mit Jasmin Kroll draußen am Grill stand.

Wie die Bedienungen waren auch die Helfer im Milchhäusle tatkräftig im Einsatz, sie flitzten von einem Behälter zum nächsten, um den Bestellungen nachzukommen. „Wir brauchen Wurstsalat“, kam die Order, die vorbereiteten Teller waren alle schon ausgegeben. Silke Pasternak und Isabell Leidolt legten sich ins Zeug, zu den Salatblättern kamen der Wurstsalat und reichlich Garnitur auf die Teller.

Claudia Feuerstein sorgte an der Brotschneidemaschine für Nachschub, im hinteren Bereich ließ Günther Brütsch die Fleischstücke für Sparerips-Brötle bruzzeln. Ihm zur Hand ging Lukas Futterknecht, der überall einsprang, wo Unterstützung gebraucht wurde. Auch Bettina Futterknecht, beim Fest die Küchenchefin, meinte während ihres Einsatzes ganz nebenbei: „Nach drei Tagen sind wir in Übung.“ Dafür sprachen die neu angerichteten Teller mit hausgemachtem Wurstsalat und frischen Zutaten reichlich garniert.