Während in Russland die Fußballelite um den Weltmeistertitel kämpft, spielten in Hausen an der Aach rund 900 Nachwuchsspieler bei einem großen Fußballturnier um den Sieg. Insgesamt 79 Mannschaften der B- bis G-Jugend traten beim Müller Team Cup in einem fairen Wettkampf gegeneinander an. Mit leidenschaftlichem Einsatz und viel Sportsgeist kickten die Junioren im Alter von vier bis 17 Jahren die Bälle über das Feld, motiviert von den Trainern und unter Anfeuerungsrufen der Zuschauer. Am Ende erhielten alle Spieler ein T-Shirt als Erinnerung an das Turnier.

Den Preis über 1000 Euro sicherten sich die Nachwuchskicker des JFV Singen. Sie hatten bei dem Turnier am Ende die meisten Tore erzielt. Trainer Heinz-Harald Damerow zeigte sich bereits am Samstag, als seine Mannschaft zuerst einen Sieg und dann ein Unentschieden erspielen konnte, mehr als zufrieden mit der Leistung seiner Jungs. In Hausen war die Mannschaft eine Klasse höher angetreten. Über die deutschen Fußballprofis in Russland hatten die jungen Kicker des JFV Singen eine klare Meinung: "Die Spieler waren ganz schön arrogant, die haben die anderen unterschätzt", meinte Louis. Schon in den Testspielen hätten sie schlecht gespielt, schloss Bastian sich an.

Nicht so gut lief der Müller Team Cup für die Jungs der D-Jugend des Hegauer FV. Weil sie gerade 2:1 gegen Aach-Linz gewonnen hatten, gehörten sie als E-Staffelmeister eigentlich zu den Favoriten des Müller Team Cups. Am Ende teilten sie jedoch das Schicksal der deutschen Nationalmannschaft und scheiterten in der Vorrunde.

Der SV Hausen veranstaltete den Müller Team Cup bereits zum 21. Mal. In diesem Jahr sei die Weltmeisterschaft in Russland dieser Großveranstaltung allerdings etwas in die Quere gekommen: "Es waren etwas weniger Anmeldungen als in anderen Jahren", berichtete Jugendleiterin Andrea Kollek. Da zur Anmeldezeit noch nicht absehbar war, wann die deutsche Mannschaft spielen würde, hätten sich viele Trainer nicht festlegen wollten.