1830 Euro für die Arbeitslosenhilfe, günstiger Hausrat für Bedürftige und viele zufriedene Gesichter sind das Ergebnis einer Möbel-Aktion, die nun in Singen zu Ende gegangen ist. Das Möbel-Outlet-Center Engen hatte Mobiliar im Wert von 20 000 Euro an den AWO-Kreisverband Konstanz gespendet. "Das waren hochwertige Sachen und von Küchen über Sofas bis zu Deko-Artikeln war alles dabei", betonte Petra Farina, Leiterin des AWO-Projekts Perkos (Persönliche Kompetenzen stärken), im Rahmen eines Pressegesprächs. Gemeinsam mit Christine Ghazouani von der Singener Tafel und Nadine Behrens von der Mobilen Jugendarbeit organisierte sie die Möbelabgabe.

Mit einem Lastwagen, den das Unternehmen Bergmann Umzüge beisteuerte, wurde die wertvolle Fracht von Engen nach Singen transportiert. "Die Suche nach einer geeigneten Halle gestaltete sich anfangs schwierig", erklärte Petra Farina. Eher zufällig sei sie dann auf die Räume in der Ekkehardtstraße gestoßen, die die Firma Solarcomplex schließlich für die Aktion zur Verfügung stellte. Arbeitslose, Alleinerziehende und andere Bedürftige konnten die Möbel dort gegen Vorlage entsprechender Dokumente abholen. Im Gegenzug entrichteten sie kleine Spenden, die in die Arbeitslosenhilfe der AWO fließen.

Christine Ghazouani freute sich rückblickend über die rege Beteiligung und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Das lief alles schnell und reibungslos ab“, lautete ihr Fazit. Dieser Meinung war auch Petra Farina: „Der Spirit und die Netzwerkarbeit waren einfach super.“ Ein Rad habe perfekt ins andere gegriffen, erklärte sie. Von der Aktion profitierten aber nicht nur die Bedürftigen. „Auch die vielen Helfer, die bei Transport, Aufbau und Abgabe mit angepackt haben, nehmen von der Aktion etwas mit“, schilderte Markus Schwenk von der Mobilen Jugendarbeit seine Eindrücke. „Unser Ziel ist es, die jungen Leute teilhaben und tätig werden zu lassen“, führte er aus. Seiner Meinung nach habe solch eine Aktion einen nachhaltigen Effekt. „Die Teilnehmer erfahren, wie es ist, sich aktiv einzubringen. So lernen sie Schritt für Schritt, wie sie es schaffen, aus alten Mustern auszubrechen.“