Mobbing ist allgegenwärtig. Im Berufsleben oder in der Schule kann praktisch jeder in diese Situation kommen. Kein Wunder also, dass der Realschullehrer Gerhard Engel die Idee zu einem Roman über das Thema hatte. "Mobbel – Der Weg ins Leben" heißt sein Buch, das er unter dem Pseudonym Georg Braun geschrieben hat und jetzt im Carifé in der Stadtbücherei vorstellte. Christian Thomas Rösner hat dazu ein paar Songs geschrieben, mit denen die Lesung passend untermalt wurde.

Zu Beginn des Themenabends stellte Marcel Da Rin, Leiter der städtischen Kriminalprävention, fest, dass Mobbing heutzutage alltäglich ist. Das Buch von Gerhard Engel sei aber nicht als Handbuch für Pädagogen gedacht; es gebe aber Impulse für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. "Ich habe den Roman von Gerhard Engel als Erster gelesen und dann vier Songs dazu geschrieben", sagte Christian Rösner (47), der als Realschullehrer in Gottmadingen unterrichtet.

Gerhard Engel (50), Lehrer an der Zeppelin-Realschule, hat seine Geschichte in einer Realschule angesiedelt. Der 14-jährige Markus, der mit seiner Mutter aus Tschetschenien nach Deutschland geflohen ist, erlebt "eine frostige Begrüßung" und wird fortan von den Mitschülern Mobbel genannt. Während des Klassenausflugs nach Sylt eskaliert die Situation und Markus schlägt zurück, bevor er ausbüchst. Nachdem seine Mutter alles in Bewegung gesetzt hat, findet man ihn auf der Insel. Später soll das Verprügeln des Mitschülers ein gerichtliches Nachspiel haben. Da ist Markus aber längst auf dem Weg zurück nach Tschetschenien, wo er so akzeptiert wird, wie er ist. Doch am Ende besinnt er sich und will für das geradestehen, was er getan hat. Einfühlsam komponierte und textete Christian Rösner dazu vier Lieder, die die Stimmung hervorragen wiedergeben und spielte noch weitere Lieder aus seiner CD "Widerstand ist zwecklos".

Weitere Informationen im Internet: www.christian-rösner.de