„Das ist doch einfach toll“, freute sich Matthias Knöpfle von der DJK Singen über die Mädchen und Jungen, die mit sportlichem Eifer dem Ball hinterher jagten. Knöpfle gehört sozusagen zum Inventar der Handball Mini-WM. Seit der ersten Veranstaltung vor 13 Jahren, die in Kooperation mit dem Friedrich-Wöhler-Gymnasium (FWG) ins Leben gerufen wurde, ist er der Organisator und jedes Mal aufs Neue begeistert, wie die Grundschüler sich ins Zeug legen.

Ablauf klappt perfekt

In der Münchriedhalle wuselte es von jungen Handballspielern, in diesem Jahr traten rund 190 Grundschüler in 23 Mannschaften aus 14 Schulen im Landkreis Konstanz an. Und wie Knöpfle weiß: „Viel mehr schafft man vom Spielplan her auch gar nicht.“ Trotz voller Halle klappe der Ablauf perfekt, was Alex Tasdelen als Lehrer der Grundschule Allmannsdorf gleich bestätigte: „Tolle Organisation, die wird jedes Jahr sogar besser“.

Zum zehnten Mal ist die Allmannsdorfer Schule dabei und es sei der Höhepunkt im Jahr für die Handball AG. Die Veranstaltung würde anspornen, das zeige sich auch am nächsten Tag: „Alle Teilnehmer kommen morgen in dem T-Shirt der Mini-WM zum Unterricht und zeigen damit, dass sie für die Schule gespielt haben“, sagte Tasdelen schon während der Wettkämpfe voraus.

Verein und FWG arbeiten zusammen

Es geht dabei auch um einen beachtenswerten Titel. „Wer hier den ersten Platz erspielt, ist Kreismeister der jüngsten Gruppe im Handball“, erklärte Philipp Stoller, Sportlehrer am FWG und Kreisbeauftragter für Handball. Eine Veranstaltung mit bis zu 24 Mannschaften könne nur in Kooperation mit einem Verein durchgeführt werden. Knöpfle übernimmt die Organisation, Schüler des FWG sind als Schiedsrichter und Schiedsgremium im Einsatz.

Im Foyer der Halle stärkten sich die jungen Handballer für die nächste Runde und machten sich Mut. Für Argentinien war das erste Spiel nicht gut gelaufen. „Wir haben 10:1 verloren, unser Torwart ist auch ziemlich klein“, fügten Mia und Sienna von der Grundschule Sernatingen Bodman-Ludwigshafen gleich an. Aber drei Spiele hätten sie ja noch vor sich. Beide waren sicher, dass ihre Mannschaft noch aufholen würde. Junge Spielerinnen waren gut vertreten, ein Mädchen pro Mannschaft ist Bedingung. Aus Allensbach traten bis auf den Torwart in einer Mannschaft nur Mädchen an.

Es muss nicht immer Fußball sein

„Die nächsten können gleich loslegen“, rief Matthias Knöpfle Korea gegen Russland und Brasilien gegen Serbien aufs Feld. Angefeuert von lauten Zurufen der Mitschüler brachten die Mannschaften im T-Shirt des jeweiligen Landes vollen Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Unter den Zuschauern war auch Kerstin Kuchta als Mutter von Connor, der in der Handball AG der Waldeck-Schule Singen und bei der DJK spielt. Es müsse ja nicht immer Fußball sein, deshalb habe sich ihr Sohn für Handball entschieden. Das war auch der Gedanke der Macher der Handball Mini-WM.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.