Nachdem die MS Schaffhausen der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) technisch umgebaut wurde, nimmt sie am Sonntag, 29. April, um 11.10 Uhr an der Schaffhauser Schiffslände den Kursbetrieb zwischen Schaffhausen und Konstanz wieder auf. Nach einigen Testfahrten machte der Oberkapitän Urs Thaler bereits am Mittwoch die erste Sonderfahrt von Schaffhausen bis Gailingen. An Bord waren aktuelle und ehemalige Direktoren der 16 Schweizer Schifffahrtsgesellschaften. Der "Rheinmacher" Walter Vogelsanger erklärte die Ufer-Renaturierungen, die in den letzten Jahren im Konzessionsgebiet des Kraftwerks Schaffhausen gemacht wurden.

Am Samstag nimmt die MS Schaffhausen mit rund 100 Gästen an der Flottensternfahrt vor Romanshorn teil, der traditionellen Saison-Eröffnung der Bodenseeschifffahrtsbetriebe VLB Bregenz, BSB Konstanz, URh Schaffhausen und SBS Romanshorn, die in diesem Jahr Gastgeber ist.

Die 50 Meter lange und über neun Meter breite MS Schaffhausen ist das Flaggschiff der Schifffahrtsgesellschaft URh. Sie ist mit einer modernen Bordküche, Behinderten-WC und einem Treppenlift zum Saal ausgerüstet, der mit 124 Plätzen auch großen Gesellschaften genügend Platz bietet. Im Außenbereich gibt es zudem 118 gedeckte Plätze. Das Schiff verfügt über 357 Sitzplätze und die Tragkraft reicht für 700 Personen aus. Die zwei neuen 500 PS starken Scania Dieselmotoren beschleunigen das Schiff auf eine maximale Geschwindigkeit von 27 Kilometer pro Stunde.

Im letzten halben Jahr haben rund zehn Mitarbeiter der URh mit vier Facharbeitern der österreichischen Werft Linz das Schiff praktisch technisch komplett erneuert. Zusammen mit den externen Spezialisten wurden rund 7000 Stunden gearbeitet und anderthalb Millionen Franken investiert. "Die Matrosen, die im Winter bei den Umbauarbeiten geholfen haben, kennen das Schiff nun in- und auswendig", erklärte Herbert Rispy, Leiter Betrieb und Werft der URh. Beteiligt waren auch zwei der vier Kapitäne, die das Schiff in den Sommermonaten steuern.

"Das Fahrverhalten hat sich nicht verändert", bemerkte Urs Thaler, der seine Kollegen am neuen Instrumentenpult und dem Radargerät noch einweisen muss. Der Fahrgast wird jedoch nicht viel merken vom Umbau. "An Bord wird es lediglich etwas ruhiger, da die beiden neuen Motoren und die Antriebselemente nicht mehr auf dem Chassis liegen, sondern auf Gummi gelagert sind", erklärte Herbert Rispy bei einer Pressekonferenz der Schifffahrtsgesellschaft URh.