Das Malen von Bildern besteht darin, aus dem Fließenden der visuellen Eindrücke Formen auszuprägen und damit ins Bewusstsein zu heben. Dieses Zitat stammt von Herbert Vogt, für den wahre Bilder ein Halt in einer sich permanent verändernden Welt und eine Insel von Dauer darstellten. Dafür spricht die Gedenkausstellung "Bewegte Farbe" im MAC Museum, in diesem Jahr wäre Herbert Vogt 100 Jahre alt geworden. Zu sehen ist eine Auswahl des Nachlasses, den der Sohn Peter Vogt der Südwestdeutschen Kunststiftung hinterließ.

Über 30 Jahre freundschaftlich mit Vogt verbunden, hielt Monika Frick aus Salem die Laudatio. "Durch unsere Begegnungen lernte ich aus seinen künstlerischen Betrachtungen erst verstehen, was Farbe ist", zeichnete sie mit zahlreichen Aussagen des Malers ein lebensnahes Bild eines Mannes, für den seit seiner Jugend und auch in schwierigen Zeiten die Malerei Lebensinhalt und Stütze war. "Das Zeichnen hat mir geholfen, die totale Fremdheit des Soldatenseins zu ertragen", zitierte Frick.

Lehrer an renommierten Schulen

In der Oberlausitz geboren, kam Vogt nach dem Krieg 1947 nach Immenstaad, unterrichtete als Zeichenlehrer an der Internatsschule Gaienhofen und an der Schlossschule Salem, wo er bis zur Pensionierung Fachlehrer für Kunsterziehung und freischaffender Künstler war. Frick zitierte einen ehemaligen Schüler aus Salem: "Ich habe Herbert Vogt als einen im Handwerklichen wie in der Theorie gleichermaßen versierten Lehrer kennengelernt, der seinen Stoff auf zwanglose und erfrischend praxisnahe Weise zu vermitteln verstand", so die Aussage des Schülers.

Farbe und Form bestimmen Vogts Bilder, seine Motive sind Portraits, Landschaften und flüchtige Stimmungen. Sein letztes Bild malte er ein Jahr vor seinem Tod 2015. Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen. Hermann Maier berichtete, dass Kunst auch im MAC II fortgeführt, Automobilen aber mehr Raum gegeben werde. Er hofft, dass das MAC II Ende Mai 2019 eröffnet werden kann.