Klimaschutz findet im Fernsehen statt. Irgendwo ist immer Sturmflut oder hochrangige Politiker treffen sich zu globalen Gipfeln und verabschieden Papiere. Was geht's uns an? Eher wird über die Energieverschwendung des Polit-Konferenz-Zirkus' geschimpft als dass der Häuslebesitzer selbst die TV-Komfortzone des Sofas verlässt. Dabei liegen die Möglichkeiten des Klimaschutzes vielfach in den eigenen vier Wänden – und die veraltete Heizungspumpe im Keller ist da ein schönes Beispiel.

Die Aussicht auf die Senkung der Betriebskosten von 150 auf 9 Euro pro Jahr bringt bei einer Laufzeit von 15 Jahren eine Ersparnis von 2115 Euro und müsste Grund genug sein für den Anruf bei einem Fachbetrieb. Dazu gibt es einen satten Zuschuss vom Staat (und unter Umständen von der Stadt Singen) – und mehr können die Politiker nun wirklich kaum noch machen. Für dieses Mal also sollte das Fern- durch das Nahsehen ersetzt werden. Es lohnt sich.

torsten.lucht@suedkurier.de