Singen Kleines Gespräch mit großem Wert

Zwei Fachfrauen erklären in der Hohentwiel-Gewerbeschule, weshalb Smalltalk wichtig ist und was man alles falsch machen kann

Die einen beherrschen es perfekt und quasseln munter drauflos, vielen anderen ist es einfach nur lästig und sie geraten dabei leicht ins Stocken: Smalltalk, das „kleine Gespräch“ ist nicht jedermanns Sache. Aber es ist wichtig für die Kommunikation zwischen Menschen und jeder kann es lernen. Das sagen zumindest die beiden Trainerinnen Annette Kessler und Birte Spreckelsen aus Konstanz. Sie gestalteten vor wenigen Tagen einen munteren Info-Abend an der Hohentwiel-Gewerbeschule (HGS). Rund 50 Berufsschüler, Lehrer und Eltern nutzten die Gelegenheit, sich über das Thema zu informieren – und auch gleich auszuprobieren, was man dabei alles leicht falsch machen kann. Organisiert hatte den Abend Lehrer Chris Heiser als HGS-Forum, das regelmäßig zu aktuellen Themen stattfindet.

Ist Smalltalk nun belangloses Gerede oder die hohe Kunst der Kommunikation? Diese Frage beantwortete Annette Kessler ganz eindeutig mit Letzterem. Smalltalken, Plaudern ohne scheinbar wichtiges Thema, sei ganz wichtig für das Netzwerken, für das In-Kontakt-Kommen mit neuen Menschen.

Beim Smalltalk gibt es viele Fettnäpfchen, machte Birte Spreckelsen deutlich. Über Geld, Religionsthemen und Krankheiten zu sprechen sei absolut tabu. Gute Einstiege ließen sich hingegen beispielsweise mit dem Wetter oder Reisen finden. Etwa, wie die Anreise war. „Smalltalk muss nicht immer nur die Harmonie-Sauce sein, die man über seinem Gesprächspartner ausschüttet. Aber Provokationen bringen meist nichts“, erklärte die Lehrbeauftragte, die auch als Mediatorin arbeitet.

Die hohe Kunst des kleinen Gesprächs lasse sich gut im Alltag üben, ganz ohne größere Schäden, wenn es schief gehe, riet Annette Kessler. „Probieren sie, beim Bäcker mit den Leuten in der Schlange in Kontakt zu kommen. Oder mit der Verkäuferin, mit einem netten Antworten beim Bezahlen“, schlug die Fachfrau vor. Mit dem Publikum testeten die beiden Konstanzerinnen dann noch vergnügt und munter einige heikle Gesprächssituationen. Rektor Stephan Glunk bedankte sich am Ende für den gelungenen Abend.

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