Die Gläubigen der fünf Pfarreien der Seelsorge im Aachtal aus Arlen, Bohlingen, Rielasingen, Worblingen und Überlingen am Ried blicken hoffnungsvoll und zuversichtlich auf das neue Jahr 2019. Mit rhythmischen und spirituellen Gesängen sorgte der Offene Singkreis Worblingen unter der Leitung von Reinhard Zedler für eine schöne Umrahmung der Feierstunde.

Das Interesse der Besucher bei insgesamt fünf Pfarreien war nicht sonderlich groß, auch beim vorausgegangenen Gottesdienst waren im Kirchenschiff viele Plätze leer geblieben. Franz Dufner, der Vorsitzende des Gesamtpfarrgemeinderates, besann sich in seiner Begrüßung aber auf die positiven Seiten.

„Die Seelsorge Aachtal hat mit dem Team Arthur Steidle (Pfarrer), Wilfried Ehinger (Diakon), Petra Kirchhoff (Gemeindereferentin) und Verena Kreutter (Pastoralreferentin) eine gute Leitung, darüber dürfen wir glücklich sein“, sagte Franz Dufner von der Pfarrgemeinde.

Mit Stolz und Respekt verwies er auf die 112 Ministranten in den Pfarreien, welche mit viel Einsatz für den Glauben unterwegs seien. Franz Dufner verwies in seinen Ausführungen auf die Bandbreite der Aktivitäten in der Seelsorge und bat die Christen, das vielfältige Angebot anzunehmen.

Dank an die politischen Gemeinden

Von Wichtigkeit sei es, die Kindergärten gut aufzustellen, dort erhielten die Kinder den ersten Bezug zu christlichen Werten. Sein Dank galt deshalb auch den politischen Gemeinden für die Unterstützung dieser Einrichtungen.

Mit Veränderungen mussten sich die Gläubigen im Aachtal in den letzten Jahren immer schon auseinandersetzen, das führte auch zu einer gelebten Solidarität untereinander. Im neuen Jahr soll ein ganzheitliches Pfarrzentrum im Pfarrhaus in Rielasingen errichtet werden, die bisherigen Pfarrbüros in den einzelnen Pfarreien werden dann aufgegeben. Gelegentliche Sprechstunden könnte es in den Pfarrhäusern aber immer noch geben, erklärte Dufner.

Europawahl eine "Schicksalswahl"

Als Gastredner hatte die Seelsorge den Theologen und Religionslehrer Hans-Peter Storz aus Singen eingeladen, der seit 2009 im Gemeinderat in Singen ist und von 2011 bis 2016 fünf Jahre als Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg engagiert war. Storz sagte, er sehe es als eine Berufung aus dem Volke an, Verantwortung zu übernehmen.

Als Christ habe er Ruhe in sich und könne zuhören und engagiert mitdiskutieren. Hinsichtlich der Europawahlen 2019 warnte Hans-Peter Storz vor einer „Schicksalswahl“, denn der Rechtsruck könne Europa und den seit 70 Jahre währenden Frieden ernsthaft in Gefahr bringen. „Christen kann ich auch deshalb nur ermutigen, sich aktiv einzumischen für ein starkes Europa und für den Frieden“.

Informationen im Internet:
http://www.se-aachtal.de