Singen Junge Modedesigner zeigen mutige Ideen auf dem Laufsteg

Junge Designer aus Sigmaringen unternehmen in der Stadthalle Singen eine modische Zeitreise und beweisen große Kreativität.

Es war weder Paris noch New York – an diesem Abend stand Singen ganz im Zeichen der Mode: Die Stadthalle bebte zu rhythmischer Musik, während die Kollektionen junger Designer auf dem Laufsteg präsentiert wurden. In einer eindrucksvollen Fashion-Show zeigten 30 Absolventen der Modefachschule Sigmaringen, was sie in drei Jahren Ausbildung gelernt haben. Für die Modenschau zum Thema History hatten sich die Abschlussschüler von verschiedenen Zeiten der Kostüm- oder Modegeschichte – von der Antike bis zu den 1980er-Jahren – inspirieren lassen. Sie sollten frühere Epochen nutzen, um Neues zu schaffen. Die Ergebnisse der modischen Zeitreise ließen durchaus einige vielversprechende Designer-Talente erkennen. Die Veranstaltung war erstmals öffentlich. Unter den rund 800 Besuchern waren jedoch meist Familienmitglieder und Freunde sowie Schüler früherer und jetziger Jahrgänge. Wie sich an Beifall und Jubel zeigte, kamen mutige Kollektionen, die durch coole Ideen und Einfallsreichtum auffielen, besonders gut an.

Hier präsentieren Models eine der 30 beeindruckenden Kollektionen von Absolventen der Modefachschule Sigmaringen: Free Style Collection nennt sich diese Designer-Arbeit von Jule Bey, die für diese Mode keine Altersbeschränkung sieht.
Hier präsentieren Models eine der 30 beeindruckenden Kollektionen von Absolventen der Modefachschule Sigmaringen: Free Style Collection nennt sich diese Designer-Arbeit von Jule Bey, die für diese Mode keine Altersbeschränkung sieht. | Bild: Karin Zöller

Gezeigt wurde Damen- und Herrenmode, mal elegant, klassisch, orientalisch oder romantisch, teils eng auf Figur oder weit geschnitten, mal schlicht oder verspielt mit vielen Details. Farblich gab es viel Schwarz und Weiß, knalliges Rot, intensives Blau und pudrige Pastelltöne. Röcke und Kleider zeigten sich mal kurz, mal lang und teils in herrlich fließenden Stoffen.

Der dahinter stehende Aufwand ließ sich oft nur erahnen. "Alles ist selbst entworfen, selbst geschnitten, selbst gefertigt – sogar die Stickereien sind selbst gemacht", betonte Hartmut Hopf. In den vergangenen Wochen hätten die Schüler viel Energie und nächtelange Arbeit investiert, sagte der Schulleiter.

Nach nur einer Auszeichnung im Vorjahr kündigte Hopf diesmal drei Preise für die Kollektionen an und erhöhte spontan auf vier, die er Lisa Lochmann, Julia Luft, Carolin Reichle und Elias Kremer überreichte. Ausschlaggebende Kriterien bei dieser schwierigen Entscheidung seien Aufwand, Professionalität, Stringenz und Choreografie gewesen. Als am Ende Absolventen und viele Helfer auf der Bühne standen, gab es buntglitzernden Konfettiregen.

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