Halb leer und doch überfüllt waren die Glascontainer im Stadtgebiet Singen auch noch in den vergangenen Tagen. Wer nach Weihnachten und Silvester seine leeren Flaschen abgeben wollte, schaute häufig in die Röhre: Angesichts so vieler Flaschen, die sich bereits vor den Containern gesammelt hatten, stellten viele ihre Gläser einfach dazu. Tatsächlich in die Röhre des Containers geguckt haben laut einem Remondis-Mitarbeiter aber längst nicht alle. Das Unternehmen mit einem Sitz in Radolfzell ist für die Entsorgung der Flaschen zuständig und hat festgestellt, dass viele Container gar nicht voll gewesen seien.

Jetzt waren zwei Wagen nötig statt sonst einer

"Viele haben die halbleeren Container gar nicht befüllt", sagt auch Heidi Urbatsch, Geschäftsbereichsleiterin Abfallwirtschaft bei den Stadtwerken Singen. Deshalb war der Entsorgungsbetrieb in den vergangenen Tagen mit zwei statt einem Wagen unterwegs: Ein Mitarbeiter räumte die Flaschen in die Container, damit diese anschließend vom eigentlichen Müllwagen geleert werden konnten. Und am Mittwoch sei der Spuk dann auch vorbei und der Müllberg beseitigt gewesen.

Expertin rät: Direkt den Wertstoffhof nutzen

So extrem wie dieses Jahr habe er das selten erlebt, sagt der Remondis-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden möchte. Dabei hätten die Menschen in dieser Zeit erfahrungsgemäß besonders viel Glasmüll und so haben die Entsorgungsbetriebe nach den Feiertagen besonders viel zu tun. Normalerweise werde der Glasmüll im Zweiwochentakt geleert, an stark frequentierten Orten wöchentlich. Dass vor den Containern so viele Flaschen stehen, sei besonders in Ballungsgebieten wie der Singener Innenstadt der Fall. Dort haben laut Heidi Urbatsch teilweise auch Mitarbeiter der Stadtwerke dafür gesorgt, dass die Abfuhr anschließend zügig möglich war. Urbatsch rät, nach Silvester am besten direkt den Wertstoffhof zu nutzen. Laut dem Remondis-Mitarbeiter genügt es häufig auch, den nächsten Container anzusteuern. Einige Straßen weiter sei teils deutlich weniger Glasmüll.