Im stationären Hospiz Horizont gehen die Arbeiten zügig voran. Die Einweihung soll mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 20. Juli, gefeiert werden. Die Leitung des stationären Hospizes hat derweil Iris Eggensberger übernommen.

Neue Leiterin bringt viel Erfahrung mit

Oliver Kuppel, Mitglied der Geschäftsführung und Prokurist der Horizont gGmbH und Lisa Bammel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit stellten bei einem Gespräch mit dem SÜDKURIER die neue Leiterin des Hospizes offiziell vor. Iris Eggensberger ist keine Unbekannte: Sie koordiniert seit Juli 2016 in Teilzeit die ambulante Palliativversorgung (SAPV) von „Palliativ daheim“ für Horizont. Mit der zusätzlichen Leitung des stationären Hospizes hat sie ihren Stellenumfang aufgestockt und zugleich ihre Tätigkeit in der Brückenpflege des Hegau-Bodensee-Klinikums Singen, die zuletzt eine Viertelstelle war, beendet.

Iris Eggensberger ist die Leiterin des stationären Hospizes Horizont. Mit im Bild (rechts) Oliver Kuppel, Mitglied der Geschäftsführung und Prokurist der Horizont gGmbH. Bild: Susanne Gehrmann-Röhm
Iris Eggensberger ist die Leiterin des stationären Hospizes Horizont. Mit im Bild (rechts) Oliver Kuppel, Mitglied der Geschäftsführung und Prokurist der Horizont gGmbH. Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

„Wir haben längere Zeit überlegt, ob wir getrennte Leitungen für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung und das stationäre Hospiz wollen. Nun habe wir eine Leiterin für beide Bereiche gefunden“, so Oliver Kuppel. Sie sei die ideale Person mit viel Erfahrung. Sie wird nun bei SAPV etwas weniger arbeiten und dafür mehr im stationären Hospiz – der Stellenumfang umfasst insgesamt 75 Prozent.

Altenpfleger werden gesucht

13 Vollzeitkräfte werden für das stationäre Hospiz benötigt. Neun Stellen seien bereits besetzt, so Eggensberger. Gesucht werden Altenpfleger mit mehrjähriger Berufserfahrung im stationären und ambulanten Bereich und möglichst mit Erfahrung in Einrichtungen für Palliativversorgung. Seit dem 1. Mai ist mit Simone Dautel auch die Leiterin des Pflegedienstes beschäftigt.

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Beim Rundgang durch die Baustelle konnte sich der SÜDKURIER ein Bild vom Stand der Dinge machen. Das „grünen Haus“ wird voraussichtlich eine andere Fassadenfarbe bekommen. Gleich nebenan befindet sich der Veranstaltungsraum, der bereits für eine kleine Ausstellung genutzt wurde – dort ist Platz für etwa 60 Leute, wenn bestuhlt wird. Der Raum, wo beispielsweise Lesungen stattfinden sollen, kann auch extern gemietet werden.

Räume werden teilweise durch Spenden finanziert

Im hellen Eingangsbereich im Erdgeschoss des Neubaus wird ein Empfangsbereich sein, außerdem das Büro von Iris Eggensberger, ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter und ein Angehörigenzimmer sowie Sanitäranlagen. Ganz wichtig war es den Planern, einen Raum der Stille einzurichten. „Dies ist ein Ort des Rückzugs und des Innehaltens. Der Künstler Bernhard Maier aus Sigmaringen hat den Künstlerwettbewerb gewonnen und wird den Raum gestalten“, sagte Eggensberger.

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„Auf das Angehörigenzimmer und den Raum der Stille wollten wir nicht verzichten“, ergänzt Oliver Kuppel. Diese Räume werden nicht von der Krankenkasse finanziert, sondern durch Spenden. Im ersten Obergeschoss sind neun Zimmer für die Bewohner sowie Stationszimmer, Bad und Essbereich. Ein zehntes Zimmer ist vorhanden, damit Angehörige Abschied nehmen können. „Wir haben derzeit schon drei Anmeldungen“, sagt Leiterin Eggensberger. Die ersten Hospizgäste werden wohl im September einziehen können.