Die Welt wandelt sich mit immer mehr digitalen Angeboten, die auch in der Arbeitswelt massiv Einzug halten. Darauf sollten sich die Unternehmen und vor allem auch die Personalverantwortlichen einstellen, war das Credo einer Veranstaltung des SÜDKURIER Medienhauses, bei der Personalchefs aus der weiten Region nach Singen gekommen waren. Sie lauschten im MAC-Museum den Ausführungen von Top-Managerin und Coach Heidi Stopper aus Ravensburg, einer Fachfrau für Digitalisierung.

Michael Schmierer als Anzeigenleiter des SÜDKURIER Medienhauses begrüßte zu diesem bereits vierten Personalerforum rund 50 Entscheider und Verantwortliche aus Personalabteilungen kleiner, mittlerer und großer Unternehmen im SÜDKURIER-Verbreitungsgebiet. Das Thema „Digital Leadership“, also die digitale Führerschaft, brenne vielen Firmen unter den Nägeln. Der SÜDKURIER sei in diesem Bereich regional führend, alleine der Online-Auftritt des Medienhauses bestehe bereits seit 20 Jahren. Trotz aller modernen digitalen Technik sei aber der persönliche Austausch unerlässlich und wertvoll, weshalb das Medienhaus seit Jahren zu diesem bereichernden Forum einlade.

Referentin Heidi Stopper zeichnete dann ein Bild der Arbeitswelt in zehn Jahren. Die Digitalisierung werde dort breiten Einzug gehalten haben, sagt sie voraus. Künstliche Intelligenz werde allerorten anzutreffen sein, etwa mit Robots, digitalen Robotern, die in Büros und Fabriken fest zur Belegschaft zählen. „3-D-Drucker werden die Produktion massiv verändert und virtuelles Arbeiten deutlich zugenommen haben“, meint sie.

Die Unternehmen sollten sich auf diese Veränderungen mutig einstellen. Man könne ihnen angesichts der technischen Neuerungen nicht entfliehen. „Die teuersten sieben Worte für Unternehmen lauten: Das haben wir immer schon so gemacht!“, brachte Heidi Stopper auf den Punkt, dass sich Firmen den Veränderungen der digitalen Welt nicht verschließen dürften. Sie forderte die Zuhörer dazu auf, sich „Zeit zum Denken“ zu nehmen, denn nur so kämen gute Ideen zustande. Und man solle auch mal mutig sein und Ungewöhnliches wagen. Gerade auch mit unliebsamen Mitarbeitern, die einem auf den Nerv gehen: „Da kommen oft spannende Ergebnisse heraus, wenn man sich mit ihnen aktiv beschäftigt“, regte Heidi Stopper an. Sie hält es auch für wahrscheinlich, dass Führungskräfte der Zukunft von den Beschäftigten alle paar Jahre neu in ihre Positionen gewählt werden und nicht automatisch immer an der Spitze stehen.

 

Die Top-Managerin

Heidi Stopper, die Referentin des SÜDKURIER-Abends, blickt auf eine spannende Karriere als Top-Managerin zurück. Sie hat in verschiedensten Branchen und Ländern gearbeitet und mehrfach große Unternehmenstransformationen erfolgreich mitgestaltet. Die Rechtsanwältin ist zertifizierter Coach und berät Firmen bei Organisationsentwicklung und Digitalisierung. Unter anderem war sie in der Hightech- und Medienbranche beschäftigt. Sie lebt heute in Ravensburg. (jöb)