Er ist einer der letzten noch lebenden Pop-Art-Künstler der ersten Stunde: James Francis Gill zählt mit Andy Warhol und Roy Lichtenstein zu den Legenden dieser Kunstrichtung. Schon bevor Warhol berühmt wurde, hat das Museum of Modern Art in New York sein Portrait von Marilyn Monroe in die Sammlung aufgenommen. Eine Ausstellung mit knapp 70 Werken aus den 60er Jahren bis heute ist derzeit im MAC Museum Art & Cars zu sehen.

Der US-amerikanische Maler James Gill war mit seinem deutschen Manager Ted Bauer zu einem Pressegespräch und zur Eröffnung der Ausstellung "Pop Art & Cars" nach Singen gekommen. Laut Kurator Christoph Karle bestanden schon seit einem Jahr Kontakte, es folgte ein Besuch Gills in Singen mit Besichtigung der Räume. Und dem rüstigen 83-Jährigen gefiel das MAC als Ausstellungsort: "Ich bin wirklich glücklich, hier zu sein", sagt er. Auch außergewöhnliche Autos sind seine Sache. Zum Beispiel ein Ford Thunderbird in Rosa, wie Marilyn Monroe ihn fuhr, oder ein Chevrolet Corvette, ein Modell, das er einst selbst gefahren ist, ebenso wie sein Freund John Wayne. In Los Angeles zuhause, war er mit weiteren Größen Hollywoods befreundet. In der Ausstellung sind zu diesen beiden Oldtimern auch ein VW Käfer, foliert mit einem Kunstwerk von Gill, Rennwagen und Motorräder zu sehen.

Auch für Hermann Maier passt Gills Kunst ins MAC Museum. Gill sei sich treu geblieben, speziell für die Ausstellung im MAC hat er das größte Portrait von Marilyn Monroe geschaffen, das er je gemalt hat, und ein Abbild des Mercedes Silberpfeil. Gills Galerie Premium Modern Art in Heilbronn hat in den vergangenen fünf Jahren rund 70 Ausstellungen mit seinen Werken organisiert. Für die Schau im MAC seien die besten Bilder zusammengestellt worden, auch aus Privatbesitz. Die Ausstellung sei der Höhepunkt 2017, so Galerist Bauer. "Wir sind unglaublich glücklich, nach Roy Liechtenstein und Andy Warhol auch den dritten Großen der Pop-Art bei uns auszustellen", freut sich Gabriele Unbehaun-Maier.