Die Hohentwiel-Gewerbeschule in Singen hat 203 Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen Mechatronik sowie Elektro-, Metall- und Fahrzeugtechnik verabschiedet. Schulleiter Stefan Fehrenbach überreichte bei der Abschlussfeier nicht nur die Zeugnisse, sondern außerdem an 23 Schüler ein Lob und an zehn Schüler einen Preis für besondere Leistungen.

„Hohe Nachfrage nach Premiumprodukt“

Die Schülerinnen und Schüler haben an der Hohentwiel-Gewerbeschule den theoretischen Teil ihrer Ausbildung abgeschlossen. Vom Gesellenbrief trennt sie jetzt nur noch die praktische Prüfung. „Es gibt eine hohe Nachfrage nach unserem Premiumprodukt – gut ausgebildete Fachkräfte“, sagte Stefan Fehrenbach zu den Anwesenden bei der Abschlussfeier.

„Heute ist Zahltag für euren Mut und eure Motivation“, fügte er noch an. Denn es brauche Mut, sich für eine Ausbildung zu entscheiden und Motivation, um in den dreieinhalb Jahren den Biss nicht zu verlieren. „Bildung ist kein Fastfood! Bildung ist Sternenküche und unsere Azubi-Sternenküche ist ein Longlife-Produkt“, schwelgte der Schulleiter in Bildern.

Weitere Sprossen auf der Karriereleiter

Dann legte er noch einen kurzen Werbeblock ein. Denn bereits zu Beginn der Abschlussfeier war Fehrenbach sicher: „Viele von ihnen werden wir an der Hohentwiel-Gewerbeschule wiedersehen.“

Mit Meister- und Technikerschule, Fachhochschulreife und Berufskolleg sowie Betriebswirt und anderen Weiterbildungen biete die Gewerbeschule weitere Sprossen auf der Karriereleiter an. Die vielfältigen Ausbildungswege, die es bei allen Bildungsabschlüssen an den beruflichen Schulen gibt, konnte er nicht alle aufzählen.

„Sie stehen am Anfang der Lernkette“

Gastredner war an diesem Vormittag Andreas Lier von der Singener Firma Orbitalum. Die Orbitalum Tools GmbH entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Komplettlösungen zum präzisen Trennen und Anfasen von Rohren sowie zum Orbitalschweißen von sicheren und wirtschaftlichen Rohrverbindungen.

„Ich bin einer von ihnen“, begann Andreas Lier seine Rede. Denn er habe an der Hohentwiel-Gewerbeschule sein Abitur am Technischen Gymnasium und den Facharbeiterbrief gemacht. „Sie gehören als Fachkraft zu einem erlauchten Kreis von Personen“, lobte Andreas Lier und fügte hinzu: „Sie stehen aber erst am Anfang der Lernkette. Weitere Fortbildungen stehen an, denn ihre Berufsumfelder werden sich weiter verändern.“

Entwicklung zur Industrie 4.0

Andreas Lier gab einen Einblick in Industrie 4.0 und Schulleiter Stefan Fehrenbach fügte an, dass die Hohentwiel-Gewerbeschule auch bei dieser Entwicklung ein kompetenter Partner sei.

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Als Beispiel nannte Schulleiter Lier die Elektromobilität. Er sei viel in Asien unterwegs und dort arbeite man hart an dieser Entwicklung. Aber es fehle an einer Grundausbildung, wie sie die Anwesenden hätten. „Um gegen andere Märkte zu bestehen braucht es Fachkräfte wie Sie“, betonte er. Denn der Ruf von „Made in Germany“ sei nach wie vor phänomenal.