Das nächste Hohentwiel­fest wird wieder zwei statt nur einen Tag dauern. Denn es ist wieder ein Jubiläum: Die Stadt Singen feiert 2019 das 50. Hohentwielfestival. Im Mittelpunkt steht das Burgfest, das aus diesem Anlass an zwei Tagen stattfindet, nämlich am Samstag, 20. Juli, von 13 bis 21 Uhr, und am Sonntag, 21. Juli, von 10 bis 21 Uhr. Darüber informiert die Stadt in einer Pressemitteilung. Bei diesem Fest für die ganze Familie mit Programm auf 13 parallel bespielten Bühnen in Deutschlands größter Festungsruine gibt es wieder eine Menge Kleinkunst und Musik der verschiedensten Sparten, Kinderprogramme zum Mitmachen und eine internationale Bewirtung. Am Burgfest-Samstag liegt der musikalische Schwerpunkt in der Unteren Festung in Erinnerung an die Geschichte des Hohentwielfestivals beim Jazz. Mittelalter-Vorführungen lassen an beiden Tagen die Geschichte der Burg und Festung Hohentwiel lebendig werden.

Das Aufgebot

Musik beim Burgfest machen Acoustic Moments, die Arlen Bacon Combo mit Sängerin Daniela Steiner, Liedermacher Gianni Baratta, die Big Band 2.0, BlossBluez, die Dieter-Rühland-Band, Diva, Klaus Herrmann, das funkig-soulige Funkhaus, die Ghostriders, das Jazztrio des Gitarristen Gismo Graf, die A-cappella-Gruppe HörBänd, die Genesis-Tribute-Band Phil, Pigeons On The Gate, Recover, Sixty6, das Lake Side Jazz Orchestra mit dem Sänger und Entertainer Enrico Orlandi, Sängerin Nicole Scholz und Band, die Musikkapelle aus Partschins in Südtirol, das Blasorchester der Stadt Singen und der Fanfarenzug der Singener Poppele-Zunft. Der Burgfest-Sonntag wird mit einem ökumenischen Gottesdienst auf der Karlsbastion unter Mitwirkung eines Projektchors und des Musikvereins Bohlingen eröffnet.

Zum großen Kleinkunst-Aufgebot für Jung und Alt zählen der Akrobatik-Jongleur Daniel Hochsteiner, Bauchredner Perry, der Parodist und Bauchredner Tobias Gnacke, der Geschichtenerzähler Bertram der Wanderer, das Orpheus-Figurentheater, der musikalische Hühnerhaufen CockTales und die nicht minder musikalische Rattenbande PasParTout, The Suits mit Zauberkunst, Feuerjonglage und Einradartistik, Thomy der Weltenbummler mit seinem Kinderprogramm, der Ein-Mann-Zirkus Klarifari, das Schweizer Artistikduo Einz sowie die Zauberer Marco Miele, Charismo und Piccolo. Für kabarettistische Beiträge sorgen die „Giftspritzer“, die Kistenhocker, Anny Hartmann und Thomas Schreckenberger.

Bild: Veranstalter

Der schon vom zweitägigen Burgfest 2015 zum 1100. Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung des Hohentwiels bekannte Scharfrichter zu Konstanz organisiert das historisch-mittelalterliche Lager, überwiegend mit regionalen Gruppen. Obendrein zeigt die „Hohentwieler Klingenkunst“ immer wieder authentische Fechtvorführungen. Für eine internationale Bewirtung sorgen zahlreiche Vereine, diejenigen mit ausländischen Wurzeln zugleich auch noch für folkloristische Darbietungen auf dem Paradeplatz.

Für den Burgfest-Besuch an beiden Tagen gibt es bis Samstag, 30. März, einen Frühbucher-Rabatt mit neun statt zwölf Euro im regulären Vorverkauf (am Burgfest-Samstag 15 Euro). Der Einzeleintritt pro Burgfest-Tag kostet im regulären Vorverkauf acht Euro, am jeweiligen Veranstaltungstag dann zehn Euro.

Karten für das Burgfest und für die Konzerte gibt es bei allen SÜDKURIER-Geschäftsstellen (in Singen bei Buch Greuter), Telefon 0800-9991777, oder über www.singen.de

Von Dream Theater bis Jamis Morrison: Die Bühnen-Stars des Festivals

  • Dream Theater: Das Konzertprogramm beim 50. Hohentwielfestival eröffnet die Gruppe „Dream Theater“ aus New York am Montag, 22. Juli, 19 Uhr. Die Band zählt zu den wichtigsten Vertretern des Progressive Metal und gilt als eine der kommerziell erfolgreichsten dieses Genres. Die spieltechnisch versierte Combo verband als eine der ersten Bands die zeitgenössische Spielart des Heavy Metal mit dem Progressive Rock der 1970er Jahre. Das Album „A Dramatic Turn of Events“ erreichte in zahlreichen Ländern die Top 10 der Charts. Auf dem Hohentwiel wird das US-amerikanische Quintett sein neues Album „Distance Over Time“ präsentieren.
  • Wincent Weiss: Der Songpoet kommt am Donnerstag, 25. Juli, um 19 Uhr zum 50. Hohentwielfestival auf den Singener Hausberg. Weiss wurde 2013 zunächst mit der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" und mit einer Coverversion auf Youtube bekannt, der große Durchbruch kam für ihn aber erst im Jahr 2016. Seine erste Single „Musik Sein“ avancierte zu einem großen Erfolg. In seinem Debut-Album „Irgendwas gegen die Stille“ zeigte Weiss in 13 Songs die Bandbreite seines Stils. Sie erzählen Geschichten, die auf eigenen Erfahrungen und eigenen Gedanken beruhen, und sie teilen Emotionen und Stimmungen.
  • James Morrison: Der britische Sänger und Songwriter präsentiert am Samstag, 27. Juli, um 19 Uhr auf dem Hohentwiel sein neues Album. Morrison erschien 2006 auf dem Radar der internationalen Musiklandschaft – und wurde für viele zum Vorbild. Denn viele gleichgesinnte Musiker, darunter Sam Smith, Ed Sheeran, George Ezra oder James Bay, folgten dem Beispiel eines gefühlvollen und trotzdem stimmgewaltigen Sängers mit Gitarre. Der Wegbereiter selbst sagt zurückhaltend: „Ich war glücklicherweise einfach einer der ersten.“ Morrison kommt im Sommer für zwei Open-Air-Konzerte nach Deutschland – nach Hamburg und auf den Hohentwiel.
  • In Extremo und Fiddler’s Green: Diese beiden Bands spielen ein Doppelkonzert. Die deutsche Mittelalter-Rock-Band In Extremo kommt auf ihrer Burgentour unter dem Motto „Carpe Noctem“ (Nutze die Nacht) am Sonntag, 28. Juli, um 18.30 Uhr auf den Hohentwiel. Die sieben Musiker wollen ihr Publikum auf eine einzigartige Reise in ihre eigene musikalische Vergangenheit mitnehmen. Das Doppelkonzert eröffnet „Fiddler’s Green“. Seit fast 30 Jahren ist die Gruppe so etwas wie das gallische Dorf unter den einheimischen Rockbands. Ihre Form des Widerstands gegen musikalische Konventionen? Als deutsche Band verrockte irische Musik spielen.