Singen Hegauer Schüler arbeiten in Betrieben für guten Zweck

Viele Schulen beteiligen sich bei Aktion "Mitmachen Ehrensache".

Für einen Tag Berufsluft schnuppern und damit Gutes tun: diese Möglichkeit erhielten Schüler beim Internationalen Tag des Ehrenamtes. Die Jugendlichen suchen sich selbstständig einen Arbeitgeber für einen Tag. Sie verzichten auf die Auszahlung des Lohnes. Stattdessen wird et für einen regional ausgewählten guten Zweck gespendet. „Die Schüler können hierbei erste Erfahrungen mit einem potenziellen Arbeitgeber sammeln“, erklärt Catia Di Fiore, Schulsozialarbeiterin an der Ten-Brink-Schule in Rielasingen-Worblingen. Seit vielen Jahren nimmt die Ten-Brink-Schule an der Aktion "Mitmachen – Ehrensache" teil und machte viele positive Erfahrungen. "Unsere Achtklässler kamen mit Begeisterung bei verschiedensten Firmen oder bei Einrichtungen der Gemeinde zum Einsatz", berichtet Magdalena Gandras, Schulsoziarbeiterin bei der Gottmadinger Eichendorff-Realschule.

Simon Mayer und Marc Hieber aus Rielasingen-Worblingen, sowie Dominic Bergel aus Engen gehören dazu. Alle drei verbringen einen Arbeitstag auf einer Baustelle eines Handwerksbetriebes. Elektrokabel einziehen, einen Sicherungskasten ausbauen und sauber machen gehört dort zu ihren Aufgaben. „Für mich ist dies mal eine Abwechslung zum Schulalltag“, sagt Simon Mayer. Marc Hieber nennt es ein gutes Gefühl, wie er an diesem Tag empfindet. Und Dominic Bergel findet es interessant, erleben zu können, was einen im Berufsleben erwarten kann.

Dominic Bergel, Simon Mayer und Marc Hieber (von links) packen für einen guten Zweck auf der Baustelle eines Handwerksbetriebes mit an.
Dominic Bergel, Simon Mayer und Marc Hieber (von links) packen für einen guten Zweck auf der Baustelle eines Handwerksbetriebes mit an.

Besonders engagierte Jugendliche können Botschafter dieser Aktion werden. So auch die Schülerinnen des Anne-Frank-Schulverbundes in Engen Ayleen Bayer, Julia Matt, Michelle Fröhle und Ronja Maier. Vorangegangen war eine dreitägige Ausbildung. Mit zu den Aufgaben gehört die Motivation und Information in anderen Schulklassen. Aber auch die Mitbestimmung, welchem Zweck das erarbeitete Geld zugutekommt. „Es ist uns wichtig, dass das Geld regional und für Jugendliche und Kinder verwendet wird“, so die Engener Schulsozialarbeiterin Katrin Meister. Für sie ist diese Aktion eine sensationelle Sache. Der Anne-Frank-Schulverbund und die Hewenschule in Engen nehmen seit zwölf Jahren am Aktionstag „Mitmachen – Ehrensache“ teil. Aus Erfahrung kann Meister davon berichten, dass die Jugendlichen dadurch schon oft einen Ausbildungsplatz erhalten haben.

Jens Bittlingmaier vom Technischen Gymnasium der Hohentwiel-Gewerbeschule schnuppert in der Singener Lokalredaktion und Media Beratung des SÜDKURIER. Er schildert seine Erfahrungen: Ein Artikel muss einen bestimmen Weg hinlegen, um seinen Platz in der täglichen Zeitung zu finden. Frühmorgens sammelt Sekretärin Sinikka Kranz sämtliche Nachrichten, Pressemitteilungen, Bilder, Termine und vieles mehr in Form von E-Mails. Sie leitet diese an die verschiedenen Kanäle des Redaktionssystems und zuständigen Redakteure weiter. In die Datenband Desk-Net gelangen alle Pressetermine und Veranstaltungen, die Redakteure oder Freie Mitarbeiter besetzen, um davon zu berichten. Die Tagesplanung legen die Redakteure bei der Konferenz täglich um 10 Uhr fest.

Die Redakteure haben die fertigen SÜDKURIER-Seiten im kontrollierenden Blick (v.l.) Albert Bittlingmaier, Lisa Jahns und Matthias Biehler.
Die Redakteure haben die fertigen SÜDKURIER-Seiten im kontrollierenden Blick (v.l.) Albert Bittlingmaier, Lisa Jahns und Matthias Biehler.

Sie besprechen die Themen, die am nächsten Tag in der Zeitung erscheinen sollen. Auch der Aufbau ist von großer Bedeutung. Das betrifft vor allem die Themen, die ganz vorne auf der ersten Lokalseite stehen. Die Zeitungsmacher wissen aber, dass aktuelle Geschehen, wie Unfälle, Brände oder andere wichtige Ereignisse, tagsüber oder abends schnell zum Umplanen zwingen. Je nach Größe und Form eines Berichtes, wird entschieden, welcher Zeitungsartikel als Aufmachung, Fuß oder Mittelteil auf die Seiten kommt. Meldungen würzen das Ganze. In der Disposition findet die Einteilung der Artikel auf den einzelnen Seiten statt. Hier weist Redakteurin Lisa Jahns die Artikel in Roh-Form für die morgige Zeitung den Kollegen zu, damit sie diese füllen. Sie leitet bereits fertige Artikel von Freien Mitarbeitern nach Konstanz weiter. Diese bearbeiten Redakteure und Mediengestalter in einem zentralen News Desk in Konstanz, wie durch das pfiffige Platzieren von Bildern und Redigieren von Texten. Die ausgedruckten Seiten werden kontrolliert, Korrektur gelesen, belichtet und gelangen dann in den Druck. Die Zeitung finanziert sich nicht nur durch Abonnenten. Media-Berater sorgen durch den Verkauf von Anzeigen und anderen Angeboten für eine finanzielle Stütze. Wie zum Beispiel Adrian Mock, der auch Internet-Auftritte an Firmen verkauft. „Wir erarbeiten mit unseren Kunden fortlaufend die für sie passende Marketing-Strategie", erklärt Mock.

SÜDKURIER-Media-Berater Adrain Mock (r.) zeigt bei Fahrrad Graf Christian Himmel (Mitte) und Maximilian Allinger Möglichkeiten der Anzeigengestaltung auf.
SÜDKURIER-Media-Berater Adrain Mock (r.) zeigt bei Fahrrad Graf Christian Himmel (Mitte) und Maximilian Allinger Möglichkeiten der Anzeigengestaltung auf.

Acht Gymnasiasten von der Singener Hohentwiel-Gewerbeschule sind bei "Mitmachen Ehrensache" einen Tag lang in der Engener Firma Förster Technik tätig. „Wir wollten einmal etwas für den guten Zweck beisteuern und uns auch über die Möglichkeiten informieren, hier eventuell einen Ausbildungsplatz zu bekommen", erklärt Gerry Walter. „Wir unterstützen das Engagement der Jugendlichen. Die Nachwuchsarbeit hat bei uns einen hohen Stellenwert", erklärt Marketing-Leiterin Barbara Müller. Die Teilnahme an der Aktion ist für uns eine gute Möglichkeit, sich rechtzeitig nach engagiertem Nachwuchs umzusehen", sagt sie.

 

Die Aktion

Das von den Schülern erarbeitete Geld bei der landesweiten Aktion "Mitmachen – Ehrensache" wird für einen guten Zweck gespendet. In diesem Jahr erhält die Kindergruppe "Aufwind" der Fachstelle Sucht Singen die erarbeiteten Gelder aus dem Landkreis Konstanz. In Familien mit Suchtproblemen werden die Kinder oft vernachlässigt. Früh müssen sich diese Aufgaben annehmen, für die sie noch zu jung sind und müssen Verantwortung für ihre Eltern übernehmen. In der Kindergruppe "Aufwind" sollen Sorgen und Ängste der Kinder thematisiert und abgebaut werden. Im Landkreis Konstanz wurden in der letztjährigen Aktion „Mitmachen – Ehrensache“ von 229 Jugendlichen in 1198 Arbeitsstunden bei 181 Arbeitgebern 6115,50 Euro zugunsten der Kindertrauergruppe des Hospizvereines Konstanz verdient.

 

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