Der Gedanke ging dem Vorsitzenden des Musikvereins (MV) Hausen schon seit Jahren durch den Kopf: „Wenn man auf der Höri wegen einer Zwiebel ein riesiges Fest veranstalten kann, können wir das in Hausen mit der Paprika auch probieren“, sagt Alexander Kopp mit einem Augenzwinkern.

Der Paprika ein Fest zu widmen lag nahe, denn diese Frucht wird in der Gärtnersiedlung Reichenauer angebaut, die zwischen Hausen und Beuren liegt. Es blieb nicht bei der Idee, der MV lud zum ersten Paprikafest ein, das neben Einheimischen auch Gäste aus dem ganzen Umkreis anlockte.

Was die Höri kann, kann Hausen auch

Die Hausener stehen zu der Paprika-Plantage, die nur einen Kilometer vom Ortskern entfernt liegt. Wie Kopp erzählt, habe bei der Planung des Bauvorhabens in Hausen nie so eine Anti-Stimmung geherrscht wie in Beuren. Als eine regelmäßige Musikveranstaltung des MV Hausen eingestellt wurde, war Ersatz gefragt. „Wir wollten ein attraktives Fest und etwas Aufwändigeres als Wurst und Wecken anbieten“, sagt Kopp. Damit sei der Gedanke an ein Paprikafest wieder präsent gewesen.

Mit einem Grill ist das nicht getan, die Mitglieder des MV bewiesen ihre Qualitäten auch in der Kochkunst. Dafür sprachen allein die Düfte der geschmorten Paprika auf dampfendem Basmati-Reis. Die Köche scheuten auch keine Mühen. Petra und Stefan Radtke hatten die Hackbällchen auf dem Holzkohlegrill schon vorbereitet, Gaby Kopp hatte nach eigenem Rezept die Tomatensoße gekocht.

Neuauflage nicht ausgeschlossen

Während der MV Friedingen und eine Abordnung des MV Hausen die Gäste in der Eichenhalle beim Schmaus musikalisch unterhielten, war das Küchenteam geschäftig im Einsatz. Saskia Kollosche stand Gaby Kopp und Petra Radtke bei der Zubereitung der warmen Gerichte zur Seite, Marion Kolb und Kirsten Haupt verteilten die Zutaten für den griechischen Salat auf die Teller.

Auch für Kuchen und Torten war gesorgt. „Wenn das Fest ankommt, werden wir es vielleicht auch größer aufziehen“, schloss Alexander Kopp weitere Paprikafeste nicht aus.