Nicht nur für Mitarbeiter des Hospizvereins und von „Palliativ daheim“ ist heute ein wichtiger Tag. Die Villa Wetzstein ist bezogen und damit der erste Schritt in Richtung Hospiz- und Palliativzentrum geschafft. Dafür haben Caritasverband Singen-Hegau und das Diakonische Werk Konstanz eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Rund eine Million Euro an Zuschussgeldern aus dem Sanierungsprogramm für die östliche Innenstadt fließen in den rund 1,7 Millionen Euro teuren Umbau der Villa Wetzstein. 40 Prozent der Kosten trägt die Stadt Singen. Caritas-Geschäftsführer Wolfgang Heintschel ist glücklich mit der Lösung. Das Singener Architekturbüro Riede hat hier den Spagat zwischen Denkmalschutz und moderner Architektur hervorragend gemeistert. Doch, dass das Hospiz- und Palliativzentrum nun in Singen entsteht, ist maßgeblich der Hartnäckigkeit von Irmgard Schellhammer zu verdanken. „Sie war die Geburtshelferin für unser Projekt“, betont Heintschel. Alle Partner sind froh, dass dieser zentrale Ort für das Hospiz mitten in der Stadt nun verwirklicht wird, denn Sterben gehört nun mal zum Leben dazu.

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