Bereits zum elften Mal jährt sich am 4. Mai der Tag des offenen Handwerks in Singen. Warum der Standortmarketingverein Singen aktiv, die städtische Wirtschaftsförderung, die Handwerkskammer, die Handwerkerrunge, die Agentur für Arbeit und die Schulen an diesem Tag konzentriert in die Nachwuchswerbung gehen, erläuterten deren Vertreter am Dienstag im Heizungs- und Sanitärbetrieb Kumpf und Arnold. Etliche Meister finden keine Lehrlinge mehr; andere Sparten, wie zum Beispiel die der Bankkaufleute oder Friseure, werden überrannt.

Es sei nicht einfach, pubertäre Jugendliche für das Thema Berufswahl zu interessieren, bestätigte die scheidende Gesamtelternbeiratsvorsitzende Beatrix Gabele. Doch die Schüler hätten Spaß am Tüfteln, weiß der Geschäftsführende Schulleiter der Singener Schulen, Gerhard Schlosser. Umso wichtiger sei es, die Jugendlichen für das Handwerk zu begeistern. Gründe dafür lieferte der Vorsitzende von Singen aktiv, Gerd Springe, genügend: Das Handwerk biete nicht nur einen sicheren Arbeitsplatz in Krisenzeiten, sondern auch gut Entwicklungsmöglichkeiten. "Wer sich für das lösungsorientierte Arbeiten im Handwerk entscheidet, kann früh Geld verdienen und am wirtschaftlichen Fortschritt teilnehmen", so die Überzeugung Springes.

Mit 3060 Arbeitsplätzen in 588 Betrieben sei das Handwerk der zweitwichtigste Arbeitgeber in Singen, berichtet Oberbürgermeister Bernd Häusler. Gleichzitig freut sich die Chefin der Bildungsakademie der Handwerkskammer, Karin Marxer, darüber, dass die Ausbildungszahlen im Kreis Konstanz nicht eingebrochen seien. 211 sind es in Singen, davon 18 Geflüchtete. Letztere erhalten samstags Stützunterricht in Theorie.

Interessierte Jugendliche der 8. und 9. Klassen, die noch nicht gemeldet sind, können sich noch für den Besuch eines oder mehrere Betriebe anmelden unter: (07731)85-841 oder per mail: singen-aktiv@singen.de. Weitere Infos unter: http://www.singen.de/singen-aktiv