Singen - Zwei Wochen lang haben sich die Job Guides auf ihren Job in der Singener Stadthalle vorbereitet. Sie haben die Aufgabe, Schüler und am Nachmittag auch Eltern auf der zweitägigen Berufsmesse zum richtigen Stand zu bringen. "Wir waren auch in den Schulen, um für die Ausbildungsmesse zu werben", sagt Michelle Stuhler, die gleich am Eingang der Stadthalle auf die Ankömmlinge wartet. Und die kommen an diesem Tag in Scharen. "Damit sich der Publikumszustrom an den beiden Tagen auch etwas verteilt, haben wir die Fotografen für den Mittag bestellt", sagt Alexandra Thoß vom IHK-Projektteam. Dort können die Schüler kostenlos Bewerbungsfotos von sich machen lassen. 

Wie viele Schüler das Informationsangebot noch bis Freitagabend nutzen werden, lässt sich nur schwer einschätzen, da sie sich nicht anmelden mussten. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 5000 Besucher an zwei Tagen. Das Besondere an dieser Messe ist, dass die Jugendlichen von fast Gleichaltrigen, die sich bereits in der Ausbildung befinden, alles Wissenswerte erfahren können. 

Wie wichtig diese Messe für die Region ist, betonte Landrat Frank Hämmerle, zu Beginn seines Messerundgangs. "Die Job-Days können der Einstieg in einen guten Beruf sein", sagte er und rief den jungen Besuchern zu: "Wir brauchen Euch." Auch Oberbürgermeister Bernd Häusler ermunterte die Schüler, rege von dem Informationsangebot Gebrauch zu machen. Kaum jemand wisse, dass es unabhängig vom Studium in Deutschland über 300 Ausbildungsberufe im dualen System gibt. Darauf sind nicht nur die Ausbilder wie Andreas Keller von der Firma Ingun Prüfmittelbau, sondern auch die Azubis Pascal Neumann und Gerrit Grootz, die ihre Arbeit präsentieren dürfen.

Am Stand der Handwerkskammer lockt die Ausbildungsberaterin Susanne Hillan die Schüler mit einem Papp-Kicker an ihren Stand. Ganz nebenbei erkundigt sie sich nach ihren Berufswünschen und kann den jungen Menschen fast spielerisch tolle Tipps geben. "Dass es 130 Handwerksberufe, darunter zum Teil richtig exotische gibt, wissen die meisten gar nicht", sagt sie und verweist auf den Boots- oder Holzinstrumentenbauer. "Wir versuchen, so viele Menschen wie möglich für das Handwerk zu begeistern." Aber auch am Stand der Bundeswehr herrscht reges Interesse. Zwei junge Frauen interessieren sich detailliert für den Beruf der Pilotin bei der Luftwaffe. Dazu benötigen sie das Abitur und jede Menge Sportlichkeit.         
 

Job-Days und mehr

Die Berufsmesse am 14. und 15. April hat jeweils von 8.30 bis 16 Uhr geöffnet. An beiden Tagen finden in den Seminarräumen der Stadthalle zwischen 14 und 15.30 Uhr Vorträge statt. 

  • Für Eltern: Die Berufswege mit verschiedenen Schulabschlüssen, neue Formen der Bewerbung oder Karriere im Handwerk
  • Für Schüler: Bewerbungsfotos (12 Uhr), Bewerbungsmappe und Outfit