Der Umbau der Villa Wetzstein ist abgeschlossen, mit dem Richtfest für den Neubau gehen die Arbeiten am stationären Hospiz- und Palliativzentrum Horizont in die nächste Bauphase. „Mit dem Richtfest ist ein weiterer wichtiger Meilenstein gesetzt“, hob Oberbürgermeister Bernd Häusler hervor. Ohne den Caritasverband Singen-Hegau und das Diakonische Werk des evangelischen Kirchenbezirks Konstanz wäre der Bau nicht möglich gewesen, betonte er.

Es habe Jahre gebraucht, um diese segensreiche Einrichtung im Landkreis Konstanz auf den Weg zu bringen. Häusler lobte die Entscheidung des Gemeinderates, das Gelände mitten in der Stadt zur Verfügung zu stellen. Im Neubau des stationären Hospizes entstehen neun Plätze, ein Veranstaltungsraum für Fortbildungen, Begegnung und kulturelle Veranstaltungen, ein Café und eine Dreizimmer-Dachgeschosswohnung.

Kosten des Neubaus belaufen sich auf knapp 4,3 Millionen Euro

Wie Architekt Wolfgang Riede berichtete, seien im Neubau die Installationen und Trockenbauarbeiten teilweise fast abgeschlossen, im Moment würde der Vollwärmeschutz hergestellt. Geplant sei, ab November mit den Estricharbeiten und dem Innenausbau, wie Maler- und Fliesenarbeiten und Verlegen der Bodenbeläge, zu beginnen, so Riede. Die Gesamtkosten des Neubaus belaufen sich auf knapp 4,3 Millionen Euro, wovon der Großteil in Höhe von 3,1 Millionen Euro auf das stationäre Hospiz entfällt.

Träger des Hospiz- und Palliativzentrums sind der Caritasverband Singen-Hegau und das Diakonische Werk des evangelischen Kirchbezirks Konstanz. In Zusammenarbeit mit den Hospizvereinen Singen, Radolfzell und Konstanz möchte das stationäre Hospiz es schwerkranken Menschen ermöglichen, die ihnen verbleibende Zeit für sich selbst und die Angehörigen als wertvoll und lebenswert wahrnehmen zu können.

Hoffnung auf zusätzliche Spenden für weitere Wünsche

Für die Geschäftsführer Christian Grams von der Diakonie und Wolfgang Heintschel von der Caritas hat sich das Projekt gelohnt. „Wir schaffen das. Es läuft“, versicherte Heintschel, verschwieg aber nicht, dass der Bau eines Hospizes immer noch eine Herausforderung darstelle. Weitere Wünsche seien geäußert worden, die von den Kostenträgern nicht abgedeckt würden. „Wir müssen uns anstrengen“, betont Heintschel und hofft auf weitere Spenden. Die Eröffnung des Hospiz- und Palliativzentrums soll im Herbst 2019 sein.

Unter den zahlreichen Gästen war auch Irmgard Schellhammer vom Hospizverein Singen. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER äußerte sie ihre Freude: „Es ist wundervoll. Heute ist wieder eine Ziellinie erreicht, die nächste wird die Eröffnung sein.“ Ein bedeutungsvoller Zeitpunkt auch für den Hospizverein. „2019 feiern wir unser 25. Jubiläum. Seit Bestehen des Vereins ist ein Hospiz unser Ziel“, das sei Grundlage für die Vereinsgründung gewesen, so Schellhammer.