Diese Gemeinden müssen passen: In Steißlingen, Mühlhausen-Ehingen, Volkertshausen und Gailingen stehen bis Ende 2019 keine oder nur vereinzelt Bauplätze für private Eigenheime zur Verfügung. Das hat eine Nachfrage bei den Kommunen ergeben. In Volkertshausen gibt es zwar das neue Baugebiet Öhmdweg; die etwa 30 bis 35 Flächen sind laut Hauptamtsleiter Martin Gschlecht aber alle schon an Einheimische vergeben, die schon seit Längerem auf einer Warteliste stehen. "Das Telefon steht nicht still. Pro Woche gibt es gut zehn bis 15 Anrufer, die in Volkertshausen einen Bauplatz erwerben wollen", beschreibt Gschlecht die Situation. Auch in anderen Städten und Gemeinden herrscht eine enorme Nachfrage nach Bauland. Sie weisen daher teils auf längere Sicht neue Baugebiete aus.

  • Rielasingen-Worblingen: Die Planungen zum großflächigen Baugebiet „Aufgehender“ in Rielasingen konzentrieren sich auf einen ersten Bauabschnitt mit etwa 38 Bauplätzen. "Dieser Bebauungsplan ist mittlerweile weit fortgeschritten und steht vor der Offenlage. Als nächster Schritt sollen hier Gespräche mit den Grundstückseigentümern vor dem Hintergrund der neuen baulandpolitischen Grundsätze der Gemeinde geführt werden", berichtet Burkhard Schmallenbach von der Bauverwaltung der Gemeinde Rielasingen-Worblingen. Es gebe auch Planungen zu den Baugebieten "Zegle" mit maximal 40 möglichen Bauplätzen und „Langenäcker“ mit etwa 32 Bauplätzen sowie „Unterdorf“, die jeweils in Worblingen liegen.
  • Singen: Die Stadt Singen erschließt derzeit ein größeres Baugebiet „Domänestraße – Wohnen am Schnaidholz“ in der Südstadt. Über den Zuschnitt und die Preisgestaltung werde der Gemeinderat noch zu entscheiden haben, heißt es aus dem Bauamt.
  • Tengen: Die Stadt Tengen erstellt derzeit nach Angaben der Stadtverwaltung das Bebauungsplanverfahren für das Gewann „Amtsgarten“ in der Kernstadt und das „Heiligswiesle“ im Ortsteil Weil, wo bis zum nächsten Jahr jeweils 13 Bauplätze entstehen sollen.
  • Hilzingen: Die Gemeinde Hilzingen beginnt im Sommer dieses Jahres mit den Erschließungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt des Baugebiets „Beim Steppbachwiesle“, wie Christian Denzel von der Gemeinde-Bauverwaltung berichtet. "Es entstehen 27 Bauplätze für Einzelhäuser, fünf Bauplätze für Doppelhäuser, ein Bauplatz für ein Reihenhaus und zwei Flächen für Mehrfamilienhäuser. Der Grundstückspreis muss noch vom Gemeinderat festgelegt werden", so Denzel.
  • Engen: Die Stadt Engen erweitert das Welschinger Neubaugebiet Guuhaseln an der Wettestraße. Dort können laut Plan im nächsten Jahr 25 Plätze mit überwiegend Einfamilienhäusern bebaut werden. Die Stadt Engen plant im Wohnbau laut Bürgermeister Johannes Moser eine Entlastungsfunktion für die dichte Bebauung in großen Zentren, wie in Konstanz und Singen. Der Grundstückspreis beträgt derzeit in Engen 210 Euro pro Quadratmeter, eine moderate Erhöhung wird aber ins Auge gefasst. Der Gemeinderat entscheidet.
  • Gottmadingen: Ab 2019 können im Gottmadinger Ortsteil Bietingen „Hinter den Gärten“ 13 Einzelplätze bebaut werden. "Der Baupreis beläuft sich derzeit auf 195 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche, der Gemeinderat muss über eine mögliche moderate Erhöhung entscheiden, oder ob der Preis gleich bleibt", berichtet der Gottmadinger Wirtschaftsförderer Thomas Schleicher. In Gottmadingen selbst werden verstärkt Baulücken belegt. Die Grundstückspreise betragen in Gottmadingen bis zu 235 Euro pro Quadratmeter.
  • Aach: Das Baugebiet „Längenberg Ost“ wird erweitert. Dort stehen laut Bürgermeister Manfred Ossola ab dem nächsten Jahr 35 Bauplätze zur Verfügung. Davon sind vier größere Flächen für Mehrgeschoss-Wohnungen vorgesehen. Der bisherige Grundstückspreis von 145 Euro/Quadratmeter kann laut Ossola wohl nicht mehr gehalten werden, da sich die Tiefbauarbeiten um 20 bis 25 Prozent verteuert haben.