Auch im Jahr 2017 hat sich die Zahl der Einsätze mit 117 Alarmierungen bei der Feuerwehr Engen im Vergleich zum Vorjahr praktisch nicht verändert, stellte Kommandant Dieter Fahr in seinem Jahresbericht zur Hauptversammlung der Gesamtwehr vor. Der Kommandant vermutet sogar, dass sich das hohe Niveau halten und sogar steigern werde. Nach wie vor eine Belastung der Führung sei der ebenso stark zugenommene Bereich der administrativen Aufgaben. Zwar teile man sich innerhalb der Führung die Aufgabenbereiche, so Dieter Fahr, viel Arbeit bleibe aber an jedem immer noch hängen. Bürgermeister Johannes Moser versprach den Einsatz einer Fachkraft, die die Führungskräfte entlasten kann.

Kommandant Dieter Fahr stellte die Mannschaftsstärke und technische Ausrüstung der Gesamtwehr, der Kernwehr und der sechs Teilortwehren vor. Mit insgesamt 232 Aktiven, darunter fünf Feuerwehr-Frauen, sind Gesamtwehr, Kernwehr und Teilortwehren gut aufgestellt. Bei der technischen Ausrüstung ist die Gesamtwehr auf einem vorbildlichen Stand, auch wenn einige Fahrzeuge auf doch schon auf recht lange Einsatzzeiten zurückblicken können.

Für die technischen Hilfeleistungen bereitet sich die Feuerwehr Engen auch jeweils bei den Jahreshauptproben vor und demonstriert die Einsatzmöglichkeiten..Archivbild: Jürgen Waschkowitz .
Für die technischen Hilfeleistungen bereitet sich die Feuerwehr Engen auch jeweils bei den Jahreshauptproben vor und demonstriert die Einsatzmöglichkeiten..Archivbild: Jürgen Waschkowitz .

„Die Zahl der Einsätze war mit 117 Alarmierungen konstant“, stellte Michael Werle, Stellvertreter des Kommandanten, der Versammlung vor. Sie teilt sich in 19 Brände, 62 Technische Hilfen und leider auch 36 Fehlalarme auf. Beim Bildmaterial zu den Bränden wurde deutlich, dass die Brände teilweise sehr heftig waren und den großen Einsatz mehrerer Löschzüge forderten. „Ohne Atemschutzeinsatz geht heute gar nichts mehr“, betonte Michael Werle. „Deshalb werden wir auf die Aus- und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger große Aufmerksamkeit richten. Auch über das Hochwasser, das infolge eines Unwetters große Herausforderungen an die beteiligten Wehren stellte, berichtete Michael Wehrle.

Für die technischen Hilfeleistungen bereitet sich die Feuerwehr Engen auch jeweils bei den Jahreshauptproben vor und demonstriert die Einsatzmöglichkeiten..Archivbild: Jürgen Waschkowitz .
Für die technischen Hilfeleistungen bereitet sich die Feuerwehr Engen auch jeweils bei den Jahreshauptproben vor und demonstriert die Einsatzmöglichkeiten..Archivbild: Jürgen Waschkowitz .

Den Bereich Proben und Ausbildung stellte Thomas Groß vor. Auch hier zeigten die Kameraden aller Wehren großes Engagement und Einsatz. Auch der Probenbesuch bei allen Wehren sei durchgehend gut und auch zur Aus- und Weiterbildung seien genügend Kameraden angetreten. „Jeder vierte der Aktiven hat an einem Fortbildungslehrgang im vergangenen Jahr teilgenommen“, lobte der zweite Stellvertreter des Gesamtkommandanten. Locker und humorvoll stellte Mario Petrillo den Tätigkeitsbericht der Jugendfeuerwehr vor. Mit 24 Jugendlichen und einem Mädchen ist der Nachwuchs gut aufgestellt, bildet sich weiter und vergisst auch nicht den nötigen Spaß.

Bürgermeister Johannes Moser bedankte sich für die „zuverlässige Sicherheit durch die Aktiven aller Wehren und ihren vorbildlichen Einsatz.“ Der Bürgermeister hofft mit Sicht auf die hauptsächlichen technischen Einsätze auf der Autobahn, dass „die Geschwindigkeitsbeschränkung sich positiv auf die Einsätze auswirkt.“ Er ging auf den Feuerwehrbedarfsplan ein, der dem Gemeinderat vorliegt und der Ausrüstung, Budgetierung und Vergütung neu regeln soll.

Für die technischen Hilfeleistungen bereitet sich die Feuerwehr Engen auch jeweils bei den Jahreshauptproben vor und demonstriert die Einsatzmöglichkeiten..Archivbild: Jürgen Waschkowitz .
Für die technischen Hilfeleistungen bereitet sich die Feuerwehr Engen auch jeweils bei den Jahreshauptproben vor und demonstriert die Einsatzmöglichkeiten..Archivbild: Jürgen Waschkowitz .

 

Feuerwehrbedarfsplan

Der Plan soll die Grundlage für die Feuerwehrarbeit der nächsten 15 Jahre sein. Ein Ziel aller Beteiligten ist, die ehrenamtliche Struktur der Feuerwehr zu erhalten. Es soll auch mehr Planungssicherheit hergestellt werden, denn auf der Grundlage eines Zukunftsplans können die Verwaltung und der Gemeinderat Investitionen jahresweise eintakten. Ziel ist es außerdem, keine Grundsatzdiskussionen über einzelne Investitionen zu führen, denn diese werden sich aus dem Plan ableiten lassen, müssen aber einzeln dem Gemeinderat vorgelegt werden. Beabsichtigt ist auch eine Budgetierung für die „normalen“ Ausgaben des Alltags. Ein entscheidendes Augenmerk des Feuerwehrbedarfsplans liegt auf den Ehrenamtlichen, die als Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr die „kommunale Pflichtaufgabe“ Brandschutz erfüllen. Eines der Ziele des Planes sei, das bestehende und relativ kostengünstige System zu erhalten. Auch das Thema Nachwuchs haben die Verantwortlichen im Blick, denn Freiwillige, die die Altersgrenze erreichen, müssen ersetzt werden. (jw)