Es sind es nur noch wenige Stunden, dann ist die Amtszeit von Alfred Mutter als Bürgermeister von Volkertshausen vorüber.

Entspannt nicht ganz, aber beruhigt tritt am Freitag Bürgermeister Alfred Mutter in den Ruhestand. Sein privater Abschied und gleichzeitig sein Geburtstag haben in eindrucksvoller Weise gezeigt, wie dankbar Volkertshausen und seine Bewohner für die 36 Jahre sind. Nicht nur Gemeinderat und Vereine, Organisatoren und Firmen haben die Arbeit des 66-Jährigen gewürdigt.

Auf allen Ebenen hat Alfred Mutter gute Arbeit vollbracht. Das beginnt mit der schlanken aber effektiven Struktur der Gemeindeverwaltung und dem Abbau der Schulden. Öffentliche Gebäude wurden mit Photovoltaik-Anlagen ausgerüstet. In seiner Amtszeit wurden über 360 Bauplätze für die Bürger der Gemeinde Volkertshausen geschaffen und auch die Einrichtung des interkommunalen Gewerbegebietes fällt in seine Amtszeit.

Eigentlich sollte nach dem Regionalplan das Gebiet zwischen Volkertshausen und Aach nicht bebaut werden. Man wollte das Zusammenwachsen der Gemeinden vermeiden. Doch die Argumente der Bürgermeister haben überzeugt. 1994 gründeten die beiden Gemeinden einen Zweckverband. 50 zu 50 wurden die Kosten getragen und 50 zu 50 fließen die Erträge in die Töpfe. Wo einst eine Kiesgrube war stehen heute verschiedenste Firmen und schaffen Arbeitsplätze für die beiden Gemeinden. Das Gebiet Bärenloh und daran anschließend das Gebiet Ebne konnte für Infrastruktur und Aussiedelung von Betrieben gestaltet werden.

Vereinen wurde Übungsraum zur Verfügung gestellt und die neue Wiesengrundhalle ist das Sahnestück der jüngsten Entwicklung. Die Alte Kirche bietet zudem für kulturelle Veranstaltungen einen großzügigen Rahmen und beste Bedingungen. Mit der Gründung von Fördervereinen hat Alfred Mutter einen Weg beschritten, nicht nur für finanzielle Unterstützung der Projekte zu sorgen, sondern auch quasi die gesamte Bevölkerung in die Gemeindeentwicklung einzubeziehen.

Natürlich brauchte Mutter Unterstützung für die vielen Ideen. Mit dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung hat er sich immer auf Augenhöhe besprochen, gute Ideen umgesetzt und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Und große Unterstützung erfuhr er immer von den Vereinen.

Nun wird traditionell am 19. April sein Nachfolger seinen Dienst antreten. Marcus Röwer ist gut vorbereitet und fähig, die wartenden Aufgaben zu meistern. Die Gemeinde Volkertshausen wird in gute Hände übergeben.