Den Bahnhof der Zukunft sieht die Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger in Singen: „Ich freue mich, dass Singen ins neue Bahnhofsmodernisierungsprogramm der Landesregierung aufgenommen wurden.“ Dies sei ein wichtiger Impuls für die Mobilitätswende und den Schienenverkehr in ihrem Wahlkreis Singen, wie es in einer Pressemitteilung ihres Büros heißt. Wehinger betont, dass nur mit attraktiven, barrierefreien und sicheren Bahnhöfen mehr Menschen vom Umstieg auf die Schiene überzeugt werden können.

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Das wäre der nächste Schritt: „In Singen kann nun passend zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes auch der Bahnhof selbst modernisiert werden“, so Wehinger. Mehr als 50 Bahnhöfe sollen im zweiten Teil des Bahnhofsmodernisierungsprogramms unter dem Motto „Bahnhof der Zukunft“ modernisiert und barrierefrei ausgebaut werden. 430 Millionen Euro sollen ab 2020 – so der Beschluss der grün-schwarzen Regierung – in den nächsten Jahren investiert werden, um Bahnanlagen aktuellen betrieblichen Anforderungen anzupassen und die Aufenthaltsqualität für Fahrgäste spürbar zu erhöhen.

„In Singen kann nun passend zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes auch der Bahnhof selbst modernisiert werden“, so die Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger.
„In Singen kann nun passend zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes auch der Bahnhof selbst modernisiert werden“, so die Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger. | Bild: Lena Lux

Klares Ziel: „Mit dem jetzt im Kabinett verabschiedeten Programm setzen wir eine weitere Zusage aus dem Koalitionsvertrag um und kommen unserem Ziel, einer zukunftsfähigen und klimaverträglichen Mobilität in Baden-Württemberg, einen großen Schritt näher“, lobt sie das Programm, das die Anstrengungen von Kommunen und Deutscher Bahn, Bahnhöfe zu benutzerfreundlicheren Umsteigepunkten von Fußverkehr, Fahrrad und Bus auszubauen und damit den ÖPNV attraktiver zu machen, in den nächsten zehn Jahren unterstützen soll.

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Lob gibt es auch vom CDU-Landtagskollegen Karl Rombach als Betreuungsabgeordneter im Kreis Konstanz. „Die Fördergelder sind in der Aufwertung und Modernisierung der Bahnhöfe dort gut angelegt“, so Rombach. Auch das Landtagsmitglied für den Wahlkreis Villingen-Schwenningen sieht im Teilprogramm „Barrierefreie Haltestelle“ die Chance auf moderne und gepflegte Bahnhöfe für ein attraktives Schienenangebot und verweist auf die Verantwortung des kleineren Koalitionspartners: „Das Bahnhofsmodernisierungsprogramm II ist maßgeblich auf Initiative der CDU im Koalitionsvertrag vereinbart worden.“

„Das Bahnhofsmodernisierungsprogramm II ist maßgeblich auf Initiative der CDU im Koalitionsvertrag vereinbart worden“, sagt der CDU-Landtagsabgeordneter Karl Rombach.
„Das Bahnhofsmodernisierungsprogramm II ist maßgeblich auf Initiative der CDU im Koalitionsvertrag vereinbart worden“, sagt der CDU-Landtagsabgeordneter Karl Rombach. | Bild: CDU-Landtagsfraktion

Rombach erläutert in seiner Mitteilung die Ziele des Förderprogramms: Eine Verbesserung der barrierefreien Zugänglichkeit soll erreicht werden. Die Bahnsteiginfrastruktur wird den aktuellen Bedürfnissen angepasst. Die Aufenthaltsqualität soll durch gestalterische Aufwertungen von Personenunterführungen verbessert werden. Empfangsgebäude sollen bis spätestens 2029 modernisiert werden, wie Rombach berichtet. Dabei soll die Gesamtsumme von insgesamt 430 Millionen Euro nicht nur von Land und Bahn getragen werden. „Voraussetzung für die Realisierung der Maßnahme zum barrierefreien Umbau ist eine Mitfinanzierung der Kommune in Höhe von 20 Prozent der Gesamtkosten“, erläutert Rombach.

Konkrete Pläne liegen noch nicht vor

Welche Maßnahmen konkret geplant sind und wie viel Geld aus dem Programm tatsächlich in Singen zum Einsatz kommen, ist bislang aber noch unklar. Im Rathaus werde gerade geprüft, wie das Programm umgesetzt werden kann, heißt es auf Nachfrage des SÜDKURIER.