Die Einrichtung „sei politisch nicht neutral“, sagte Gedeon vor etwa 25 Bürgern. Viel wichtiger erachte Wolfgang Gedeon den Schutz vor islamistischem Terrorismus. Die Prävention soll laut Gedeon „lieber in die Moscheen gehen und aufpassen, dass dort niemand radikalisiert wird.“ Grund für die harsche Kritik ist eine Tagung mit dem Titel „Rechtspopulismus und Gesellschaft“, welche in den Räumen der Stadtverwaltung stattgefunden hat. Veranstalter sind laut Singener Verwaltung unter anderem das Bündnis unterm Hohentwiel und das Bodensee-Hochrheinbündnis. Die Tagung wird vom Landessozialministerium, vom Bundesfamilienministerium und vom Demokratiezentrum Baden-Württemberg unterstützt. Ein Workshop heißt „Sammelbecken Pegida, AfD und andere“ und gegen diese Verbindung der AfD wehrt sich Gedeon. „Der Terrorismus ist die wahre Gefahr, nicht die AfD“, so Gedeon.

Zugleich wies Gedeon auf seine Versuche zur Kontaktaufnahme mit Bürgermeistern seines Wahlkreises hin. Über konkrete Projekte oder lokalpolitische Themen wollte Gedeon während des Politabends jedoch keine Aussage machen. Auf Nachfrage des SÜDKURIER bestätigten Rainer Stolz, Bürgermeister in Stockach, und Markus Möll, Bürgermeister in Büsingen, dass sie ein Gespräch mit Wolfgang Gedeon hatten. Thematisch ging es an dem Politabend des AfD-Wahlkreisbüros aber kaum um Kommunal- oder Landespolitik. Die Angst vor Überfremdung und vor einer Islamisierung in Deutschland dominierte die Gespräche.