Es herrscht geschäftiges Treiben im Gasthaus Kreuz. Hier werden Tische stilvoll eingedeckt, da werden neue Gläser einsortiert. Gleichzeitig wird noch an der Technik gefeilt und die letzten baulichen Details besprochen. In der Küche erprobt das Team die neuen Geräte und bereitet den ersten Saucenansatz vor. Nach mehreren Monaten Umbau und Neugestaltung erstrahlt das Singener Gasthaus Kreuz in neuem Glanz. Das Team um Küchenchef Sebastian Kopitzki ist bereit, seine Gäste kulinarisch zu verwöhnen.

Fast anderthalb Jahre war das Traditionsgasthaus in Singen geschlossen. Nun will es der junge Unternehmer (29) mit viel Ambition wieder zu einem gefragten Lokal machen. Der neu gestaltete Gastraum bietet nicht nur deutlich mehr Platz als früher, sondern vereint mit schlichtem Mobiliar und der historischen Holzdecke sowie dem überarbeiteten Holzboden gekonnt Alt und Neu. Der frühere Barbereich ist vom Erdgeschoss ins Obergeschoss umgezogen, wo künftig auch bewirtet wird. In der neu ausgestatteten Küche setzt Sebastian Kopitzki, der schon in einer Sterneküche sowie in hochrangigen Restaurants und Hotel gekocht hat, zuallererst auf Qualität. Etwa zehn bis zwölf Gerichte sollen auf der Speisekarte stehen. Mit dem Fokus auf deutschen und regionalen Gerichten, will der 29-Jährige eine europäische Fusionsküche anbieten, die Einflüsse aus Italien, Spanien und Frankreich mitbringt. Daran orientiert sich auch die Auswahl an Weinen. Zusätzlich gibt es eine Grillkarte. Im Sommer werden auf einem Green-Egg-Kamado und einem Teppanyaki-Grill leckere Spezialitäten zubereitet. „Wir setzen auf hohe Fleischqualität und bereiten auch besondere Stücke zu, beispielsweise große „Tomahawk-Steaks“ für zwei Personen“, ergänzt Sebastian Kopitzki. Daneben soll es guten Fisch, aber auch fleischlose Gerichte geben. „Von Montag bis Freitag bieten wir einen Mittagstisch an, abends dann die gehobene Abendkarte“, so Kopitzki. In der warmen Jahreszeit wird auch draußen wieder bewirtet. Geplant ist ein klassischer Wirtsgarten mit etwa 25 Tischen. Ausgeschenkt wird hier frisches Münchner Augustiner Bier vom Fass.

In seinem ersten eigenen Restaurant setzt der 29-Jährige auf ein Team aus erfahrenen Profis. Alexander Schellhammer kümmert sich als Restaurantleiter um die Gäste und die Gestaltung der Weinkarte. Sein Bruder Frederick Schellhammer, der bereits im australischen Melbourne die Flaschen jongliert hat, sorgt als Barchef für die Getränke. Neben Sebastian Kopitzki kocht Jonathan Platzer als Sous-Chef. Mit im Boot ist zudem ein Patissier Meister. Warme Küche gibt es im Gasthaus Kreuz von Montag bis Samstag von 11.30 Uhr bis 14 Uhr und Dienstag bis Samstag von 17.30 Uhr bis 21.30 Uhr.