Die Bürgerstiftung freut sich über eine neue Einnahmequelle. Bei einem Pressegespräch gab der Vorstand bekannt, dass die Stiftung eine Wohnung geerbt hat. Durch die Mieteinnahmen stehen nun zusätzlich zu den eingehenden Spenden regelmäßig Gelder für Projekte zur Verfügung.

Gedenken an die verstorbene Stiftungsratsvorsitzende Ingrid Hempel

Bevor Martin Spitznagel, Vorsitzender der Bürgerstiftung, auf die Immobilie einging, machte er deutlich, welche große Lücke die verstorbene Ingrid Hempel hinterlassen hat. "Sie war eine wunderbare Netzwerkerin und wir haben die Arbeit in ihrem Sinne fortgesetzt", sagte Spitznagel. Ingrid Hempel war bis zu ihrem plötzlichen Tod vor einigen Wochen Vorsitzende des Stiftungsrats. Ihre Nachfolge ist noch in der Diskussion und wird voraussichtlich bis Februar entschieden.

Stiftung erbt eine Wohnung

Seit einigen Monaten ist die Bürgerstiftung Besitzerin einer Immobilie. Wie es dazu kam, darüber berichtete der Steuerberater und Rechtsanwalt Hans-Jörg Reichert. Er hatte Gisela Hohmann, die vor etwa zwei Jahren verstorben ist, als Testamentsvollstrecker begleitet. Gisela Hohmann war Steuerberaterin in Singen, hatte jedoch keine Kinder und hat ihr Erbe verschiedenen sozialen Einrichtungen vermacht. Eine 120 Quadratmeter große Wohnung mit Dachterrasse in der Singener Weststadt ging an die Bürgerstiftung. "Wir haben die Wohnung renovieren lassen und neu vermietet", berichtete Thomas Hauser. Diese Erbschaft sei für die Bürgerstiftung "grandios", sagte er. Die Mieteinnahmen von jährlich 15 000 Euro könne man direkt in Projekte stecken. Neben dem Spenden sei die Erbschaft eine weitere Möglichkeit, wie die Bürgerstiftung an Mittel kommen könne, um sie für ihre Zwecke zu verwenden.

Bürgerstiftung hat 30 000 Euro an Spenden eingenommen

Für das Jahr 2017 hatte die Stiftung Spenden in Höhe von 30 000 Euro sowie Zinsen in Höhe von 3000 Euro eingenommen, berichtete Spitznagel. Die Stiftung unterstützt Projekte in den Bereichen Kinder/Jugendliche, Sport, Kultur und Senioren. So fließen regelmäßig 10 000 Euro an den Verein Kinderchancen für ein Schulfrühstück in Kindergärten und Schulen. Weitere Projekte, die unterstützt werden, sind der Unterricht für das Schulorchester Variabolo, die Clowns im Schulkindergarten, der Wartebereich in der Kinderklinik, Vereinsbeiträge von Sportvereinen für Familien, die sich diese nicht leisten können, die zweite Auflage des Seniorenkalenders, das Gems-Theater, die Vesperkirche und die Singener Tafel.

Der Stiftungsrat ist neu gewählt

Vor einigen Wochen wurde ein neuer Stiftungsrat gewählt. Ausgeschieden sind Claudia Weber, Dietrich H. Boesken und Pablo Klemann. Dafür sind neu dabei: Cornelia Schmidbauer, Cai Adrian Boesken, Nico Klemann, Heiner Holl und Otto Ruch. Die weiteren Stiftungsräte sind Pius Netzhammer (stellvertretender Vorsitzender), Walafried Schrott (stellvertretender Vorsitzender als Vertreter des Gemeinderats), Daniel Hirt, Udo Klopfer (auch Kassenprüfer), Bernhard Meder und Veronika Netzhammer. Der Vorstand ist gut eingespielt. "Wie lange wir diese Arbeit ehrenamtlich bewältigen können, ist zu überlegen", so Martin Spitznagel. Der Vorstand ist derzeit auch an der Überarbeitung der Homepage und des Flyers. Außerdem sei ein Imagefilm gedreht worden.

Vorstand und Stiftungsrat der Bürgerstiftung: (hinten von links) Cai Adrian Boesken, Otto Ruch, Martin Spitznagel, Bernhard Meder, Daniel Hirt, Thomas Hauser, Heinrich Holl (verdeckt) und Nico Klemann sowie (vorn) Renate Weißhaar, Pius Netzhammer, Cornelia Schmidbauer, Walafried Schrott, Claudia Weber und Udo Klopfer. Bild: Achim Eickhoff
Vorstand und Stiftungsrat der Bürgerstiftung: (hinten von links) Cai Adrian Boesken, Otto Ruch, Martin Spitznagel, Bernhard Meder, Daniel Hirt, Thomas Hauser, Heinrich Holl (verdeckt) und Nico Klemann sowie (vorn) Renate Weißhaar, Pius Netzhammer, Cornelia Schmidbauer, Walafried Schrott, Claudia Weber und Udo Klopfer. Bild: Achim Eickhoff