Singen Freie Wähler wollen Singen grüner machen

Die städtischen Grünflächen sind Thema bei der Mitgliederversammlung der Freien Wähler. Und die Gemeinderatsfraktion verbucht als Erfolg für sich, dass das Seniorenwerk personell aufgestockt habe.

"Unser Ort soll schöner werden" heißt das Motto, das sich die Freien Wähler auf die Fahnen geschrieben haben. Auch wenn sie von "Ort" statt von "Stadt" sprechen, meinen sie damit eine urbane Wohn- und Lebensqualität, und zwar eine, zu denen ein gepflegtes Stadtgrün beiträgt. Aktuell hätten die Freien Wähler, auf Anregung von Bürgern, die Sanierung der Lärmschutzwälle Singen-West (Twielfeld) und Überlingen am Ried angestoßen, sagte Freie-Wähler-Vorsitzender Detlef Greiner-Perth auf der Jahreshauptversammlung. „Es besteht Nachholbedarf im Bereich der Grünanlagen der Stadt“, ergänzte Gemeinderat Hubertus Both. Neben den sanierungsbedürftigen Lärmschutzwällen bildete das städtische Grün das Schwerpunktthema der Versammlung.

An den mittlerweile über 30 Jahre alten Lärmschutzwällen entstanden Löcher. Die Bepflanzung mache Probleme, deren Bewässerung funktioniere nicht mehr, sagte Michael Schneider, Abteilungsleiter Grün und Gewässer der Stadt Singen. Zur Jahreshauptversammlung der Freien Wähler war Schneider eingeladen, die Arbeit seiner Abteilung vorzustellen. Bei der anstehenden Sanierung der Wälle sollen die Löcher im Unterbau mit Brettern geschlossen und mit Erde aufgefüllt werden. Dabei werde Holz aus dem Stadtwald und, soweit möglich, Bruchholz der letzten Sturmschäden verwendet. Die Reparaturen würden von der städtischen Bau-Abteilung ausgeführt. Ein Rückbau und die Erneuerung der Lärmschutzwände sieht der Abteilungsleiter für die Zeit nach 2020. Als vorläufige Maßnahme zur Lärmreduzierung führte die Stadt auf der B 314 im Bereich Twielfeld eine Tempobegrenzung auf 70 km/h ein.

Als weitere Sanierung im Grünbereich stehe die Instandsetzung und Pflege der Grünanlage der Museumsinsel an, erklärte Schneider. Insgesamt sollen die Singener Grünanlagen verschönert und die Innenstadt durch mehr Grün attraktiver werden. Die Neu-Gestaltung des Storchenbrunnen-Platzes wurde 2017 realisiert. Die Sanierung des Dorflindenplatzes in Schlatt unter Krähen werde Ende April starten. Eines der nächsten Projekte sei die Um-Gestaltung des Herz-Jesu-Platzes. Die Platanen seien bereits ausgegraben und zwischengelagert. „In den nächsten Jahren sollen pro Jahr ein bis zwei Spielplätze saniert werden“, sagte Schneider. Spielplatz-seitig liege einiges im Argen. Aktuell werde der Spielplatz Haasenäcker-Beuren neu gestaltet. Auch verschiedene triste Schulpausenplätze stehen im Visier. Erneuert ist bereits der Pausenplatz der Schillerschule.

Bei all den Aktivitäten sollen die kleinen fleißigen Helfer, die das Grün mit am Leben erhalten, nicht vergessen werden: Die Stadt möchte dem Bienensterben entgegenwirken und im städtischen Raum Futterwiesen für Bienen schaffen. Über die geplanten Maßnahmen solle die Bevölkerung vorab informiert werden, erklärte der Grünflächen-Abteilungsleiter Schneider weiter. Die Aufgaben der Grün- und Gewässer-Abteilung seien vielfältig. Allein im Stadtgebiet wachsen 20.000 Bäume, die Pflege brauchen. Hinzu kämen circa 600 Hektar Stadtwald, für die forstlich das Kreisforstamt zuständig sei.

Mehr Personal in Seniorenarbeit

Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Angelika Haberstroh wies einen Einnahmenüberschuss von rund 1250 Euro aus sowie einen Kontostand zum Jahresende 2017 von rund 5750 Euro. Die Mitglieder der Ratsfraktion informierten über anstehenden Aktivitäten im Gemeinderat. Unter anderem sei die intensivere Vermarktung des Hohentwiel im Fokus des Tourismus- und Kultur-Ausschuss ein aktuell wichtiges Thema. Im Schulsektor seien Investitionen für den Multimedia-Bereich an Gymnasien und Realschulen umgesetzt worden beziehungsweise noch in Realisierung, berichteten die Gemeinderäte. Als einen Erfolg nehmen die Freien Wähler für sich in Anspruch, dass das städtische Seniorenwerk für die Seniorenarbeit personell aufgestockt habe. Dies sei auf Initiative der Freien Wähler geschehen.

 

Die Freien Wähler

Die Freien Wähler arbeiten an ihrer Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 26. Mai 2019. „Gerne sind auch jüngere Mitglieder auf der Liste gesehen“, lautete der Aufruf des Vorsitzenden Detlef Greiner-Perth bei der Mitgliederversammlung der Freien Wähler. Auch zur Anhebung der Frauenquote seien Kandidatinnen willkommen. Die politische Vereinigung, die Wert darauf legt, keine Partei zu sein, will Sprachrohr der Bürger sein und diese so weit wie möglich in das kommunale Geschehen einbeziehen. Stadtbezogen nimmt sich die kleine Gruppierung von circa 40 Mitgliedern auch der grünen Themen an. (hae)

 

 

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