Die Hitze ist allerorts ein beherrschendes Thema. Auch am Arbeitsplatz. Wer draußen werkeln muss, tut dies noch schweißtreibender als an kühleren Tagen. Und auch in den Büros gehen die hohen Temperaturen an die Substanz. Da helfen selbst Ventilatoren kaum. Sie sind ohnehin in vielen Geschäften ausverkauft. Der berühmte Griff in die Ideen-Schublade kann helfen. Bereits vor einigen Jahren machte unsere Singener Lokalredaktion in einer ähnlichen Hitzeperiode mit Selbstversuchen Vorschläge, wie sich arbeitende Menschen zumindest in den Pausen abkühlen können. Ein ganz verwegener früherer Kollege wagte sich in einen Wald-Tümpel im Singener Norden. Ein anderer agierte besonders einfallsreich. Er begab sich in eine Kirche, um die angestiegene Körpertemperatur herunterzufahren. Dabei erhielt er zudem Gelegenheit für ein Stoßgebet, mit der Bitte um einen baldigen Feierabend. Eine ausgefallene Stippvisite machte die Redaktion an der Wassertretstelle beim Engener Ortsteil Bargen. Bei diesem Geheimtipp legte der Engener Bürgermeister Johannes Moser seine Füße und Beinteile frei, um durch das kalte Nass zu waten. Welche Wohltat. Wer es Moser nachmachen will, muss zwar einen knappen Kilometer Fußweg in Kauf nehmen, wird aber dafür durch eine ganz spezielle Erfrischung belohnt, die den ganzen Körper kribbeln lässt. Vom ausgeschilderten Schießstand Pfaffenwinkel auf der Bundesstraße in Richtung Engener Talmühle geht es immer gerade aus in Richtung Norden zur Bargener Wassertretstelle. Während sich die Engener Rathäusler in heißen Tagen bei Laune halten, indem sie sich gegenseitig Eis spenden, können wir durch gezielte Recherchen dem Brutkasten Redaktion zeitweise entfliehen. Umfragen in Schwimmbädern oder am Rhein helfen, selbst ohne ins Wasser zu springen. Ein bisschen Freizeit- und Urlaubsgefühl gibt's inklusive. Und solche journalistischen Vor-Ort-Aktionen sind ziemlich nahe an den Menschen. Sie eignen sich auch für einen perfekten Übergang, um sich geistig und moralisch auf den eigenen Urlaub vorzubereiten. Auf, dass in den kommenden Wochen die Sonne weiter so intensiv scheinen möge.

http://albert.bittlingmaier@suedkdurier.de