Enge Verhältnisse herrschen im Feuerwehrgerätehaus. Das ist nichts Neues. Allerdings gibt es zeitnah noch keine Lösung, die Abhilfe schaffen könnte. Deshalb müssen die Mitglieder der Feuerwehr der Abteilung Stadt weiterhin mit provisorischen, suboptimalen Gegebenheiten klar kommen.

Wie es um die Technik bestellt ist

Der CDU-Ortsverband hatte seine Mitglieder eingeladen, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Diese Gelegenheit nutzten 20 Singener. Vor dem Rundgang berichtete Kommandant Andreas Egger über den Stand der Technik. "Wir sind auf einem guten Stand, müssen aber nach und nach Fahrzeuge erneuern", so Egger. Im Verwaltungs- und Finanzausschuss war erst vor wenigen Tagen die Ausschreibung für ein neues Rüstfahrzeug beschlossen worden. Das aktuelle Fahrzeug ist 28 Jahre alt und nach den Vorgaben des Innenministeriums sind Fahrzeuge in dieser Größe nach 25 Einsatzjahren zu ersetzen. Die geplante Anschaffung des Rüstwagens steht mit 450 000 Euro im Haushalt. Da er auch in umliegenden Gemeinden zum Einsatz komme, werden Zuschüsse vom Land in Höhe von 38 500 Euro gegeben, so Egger.

Weiterhin viele Einsätze durch Fehlalarme

Im Jahr 2017 hatte es viele Einsätze durch Brandmeldeanlagen, die Alarm auslösten, gegeben. Von diesen 150 Einsätzen kamen 49 aus Flüchtlingsunterkünften. In diesem Jahr liege die Zahl bis zur Jahresmitte bei 15 Einsätzen durch Brandmeldeanlagen in Flüchtlingsunterkünften, so Egger. Insgesamt sei die Feuerwehr deutlich öfter im Einsatz, auch durch Schäden bei Unwettern. Der CDU-Vorsitzende Franz Hirschle fragte, ob es immer genügend Einsatzkräfte gebe. Meist schon, nur in der Urlaubszeit werde es manchmal eng, antwortete Egger.

Selbst in der Fahrzeughalle stehen noch Spinde. Die beengten Zustände im Feuerwehrgerätehaus sind suboptimal, wie Abteilungskommandant Stefan Schüttler (vorn links) den Besuchern des CDU-Ortsverbands zeigt. Bild: Susanne Gehrmann-Röhm
Selbst in der Fahrzeughalle stehen noch Spinde. Die beengten Zustände im Feuerwehrgerätehaus sind suboptimal, wie Abteilungskommandant Stefan Schüttler (vorn links) den Besuchern des CDU-Ortsverbands zeigt. Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

Im Gerätehaus ist es eng und die Räume sind ungünstig angeordnet

Beim Rundgang konnten sich die CDU-Mitglieder ein Bild von der Enge machen, die im Gerätehaus herrscht. So sei es meist die Regel, dass die Feuerwehrleute nach einem Einsatz ihre Anzüge im Erdgeschoss ausziehen und gegen die eigene Kleidung tauschen, um zuhause zu duschen. Im Obergeschoss des Gerätehauses befinden sich zwar Duschen, aber eine räumliche Trennung sei schwer praktikabel, so der Abteilungskommandant Stadt, Stefan Schüttler. "Wir sind am Limit mit den Büroräumen". So sitzt ein Gerätewart im Erdgeschoss bei der Fahrzeughalle, der andere im ersten Obergeschoss.

Wie es weitergeht, soll eine Studie klären

Die Spinde der 100 Mitglieder der Abteilung Stadt sind an verschiedenen Orten. Ein Teil ist mittlerweile in der Fahrzeughalle. "Wir überlegen, einen Umkleidecontainer anzuschaffen, zumindest vorübergehend", so Schüttler. In der Fahrzeughalle stehen die Fahrzeuge viel zu eng nebeneinander, so dass die Feuerwehrleute in voller Montur kaum durchkommen. Kai Olbrich, stellvertretender Kommandant, erläuterte den Gästen in der Funkzentrale, wie ein Einsatz abläuft. "Wir haben jeden Montag eine Probe, bei der alles geübt wird." Wie man die Situation verbessert, soll in einer Machbarkeitsstudie geklärt werden. Wenn am selben Standort neu gebaut wird, muss man abwarten, bis das DRK ausgezogen ist.

Abteilungskommandant Stefan Schüttler (vorn rechts) führt die Besucher des CDU-Ortsverbandes durchs das Feuerwehrhaus. Bild: Susanne Gehrmann-Röhm
Abteilungskommandant Stefan Schüttler (vorn rechts) führt die Besucher des CDU-Ortsverbandes durchs das Feuerwehrhaus. Bild: Susanne Gehrmann-Röhm