Als ob uns das alles nichts anginge! Das Klima spielt verrückt, aber noch immer wird die Luft aus bloßem Vergnügen munter verpestet – am Wochenende in Form von Osterfeuern. In einem Fall gingen im Hegau 80 Ster Holz in Flammen auf, was so ungefähr dem Kaminholzbedarf eines Winters von 20 bis 30 Haushalten entspricht.

Gewiss: In der Bilanz des Klimawandels ist das ein Klacks und also funktionieren die Rechtfertigungen nach den hinlänglich bekannten Mustern – von wegen Brauchtum und soziales Miteinander. Ganz so wie bei den Kreuzschifffahrten und Billigflügen, weil Reisen angeblich bildet.

Oder der Silvester-Knallerei aus Jux und Dollerei, dem Eltern-Taxi als Beleg für Fürsorge und der ach so lässlichen Sünde von Standby-Bequemlichkeiten. Das alles sind Ausreden und alle wissen es.

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Und so hapert es nicht an der Erkenntnis, sondern daran, dass aus dieser kein Handeln folgt. Für diese Logik übrigens erntet man gern den Vorwurf der Lebensfeindlichkeit. Aber das stimmt nicht. Lebensfeindlich ist eine Haltung, die die Atmosphäre zur Müllkippe macht.