Mit einer derart internationalen Sportveranstaltung kann Singen nur selten aufwarten: In der Mini-WM im Hallenhandball standen sich gestern Kroatien und Argentinien gegenüber, auch Katar und Brasilen, Russland und Dänemark kämpften um den Sieg. In den Trikots der einzelnen Länder steckten rund 200 Grundschüler aus 14 Schulen des Landkreises Konstanz, die zur Mini-Handball WM der DJK Singen angetreten waren.

Mitreißende Atmosphäre

Und das mit Elan und Sportsgeist: "An-go-la! An-go-la!", feuerten die Mitschüler im Chor ihre Mannschaft an. Auch die Betreuer waren voll in ihrem Element: "Jakob, abgeben! Matthäus, zurück! Ja, gut gemacht" – die Halle schien zeitweise zu vibrieren. Die Schüler gaben alles, und das mit Begeisterung.

"Die nächsten können gleich loslegen", kündigte Matthias Knöpfle von der DJK das nächste Spiel an: "Alles bereit? Dann geht's los." Die Stimmung war mitreißend, die Dritt- und Viertklässler spielten auf drei Feldern und waren voll in ihrem Element.

200 Schüler sind dabei

"Mehr als 200 Schüler geht nicht, das ist das Maximum, was wir unterbringen können", freute sich Knöpfle über die große Teilnehmerzahl. Es war die zwölfte Mini-WM und darunter seien viele Schulen, die seit der ersten Veranstaltung dabei sind. Die Nationen wurden im Vorfeld zugelost und zu dem jeweiligen Land ein Projekt erarbeitet, das landestypische Eigenarten aufzeigt.

Viele Ideen hatten die Schüler bei den Projektarbeiten eingebracht, bei denen sie landestypische Eigenarten der jeweiligen Länder darstellten.
Viele Ideen hatten die Schüler bei den Projektarbeiten eingebracht, bei denen sie landestypische Eigenarten der jeweiligen Länder darstellten.

Handball hat in der DJK einen hohen Stellenwert, die Abteilung ist mit 380 Mitgliedern die größte. Knöpfle findet es eine tolle Sache, dass die Schulen die Sportart Handball unterstützen.

Mitschüler feuern an

Ganz toll sei die Waldeck-Schule, die nicht nur mit zwei Mannschaften dabei war. "Der Rest hat wohl schulfrei", zeigte er auf die Tribüne, wo Mädchen und Jungen die spielende Mannschaft mit Zurufen anfeuerten und Frankreich-Fähnchen schwenkten.

Viele Schulen führen auch eine Handball-AG. So etwa die Schillerschule, die mit zwei Mannschaften bei der Mini-WM antrat. "Am Anfang war es nicht so gut gelaufen, da hatten wir bessere Gegner", erzählte Joshua. Aber er gab auch zu: "Wir waren auch ein bisschen schlapp." James machte die Niederlage aber nichts aus, er meinte: "Hauptsache es macht Spaß."

Mit viel Sportsgeist

Auch Darina von der Teggingerschule Radolfzell war etwas enttäuscht, vier Mal hätten sie verloren. Victor und Aleyna war das egal: "Ob wir gewinnen oder nicht, es hat einfach Spaß gemacht", gingen sie mit Freude und Sportsgeist ins Spiel.

"Im Vordergrund der Mini-Hallenhandball-WM stehen Fairness, Respekt gegenüber den anderen und Spaß am Spiel", erläutert Matthias Knöpfle. Bei diesem Turnier könnten sich geübte Spieler messen und Anfänger sich mal unter Wettkampfbedingungen ausprobieren. Wie bei der DJK würden nach der Mini-WM auch bei anderen Vereinen einige Kinder in diese Sportart mal reinschnuppern.