Die Feststellung des Solarcomplex-Chefs Bene Müller trifft zu: Die Energiewende ist in der nüchternen Zahlenwirtschaft angekommen, ideologisch-politische Auseinandersetzungen gehören zum Gestern. Aber gerade weil weitgehend Konsens darüber herrscht, dass die Zukunft der Nutzung erneuerbarer Energien gehört, lohnt sich der tiefere Blick in die Bücher.

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Die Bilanz ist dabei ein Gradmesser für die wirtschaftliche Größe eines Unternehmens und Solarkomplex bringt es im vergangenen Jahr auf ein Volumen von 60 Millionen Euro. Das mag als schöne Stange Geld erscheinen, tatsächlich aber ist es ein Klacks. Wenn die Energiewende nicht weiter als Kopfgeburt ein geisterhaftes Dasein fristen soll, dann muss sich endlich auch ihr wirtschaftliches Potenzial in den Bilanzen spiegeln. Ein Vielfaches des genannten Volumens ist nötig, damit die Energiewende in den selbst auferlegten Zeitkorridoren gelingt. Zumal im Landkreis Konstanz gibt es mehr als genug zu tun, denn beim Vergleich mit anderen Regionen schneidet der westliche Bodensee beim Anteil der Nutzung regenerativer Energien nach wie vor sehr schlecht ab.