Der Film „Der Chronist“ ist eine Hommage an die Zivilcourage von Wilhelm Waibel, dem Singener Ehrenbürger, der für einen aufrechten Umgang mit der Geschichte einsteht.

Regisseur Marcus Welsch hat einen einzigartigen Film mit bewegenden Interviews der noch letzten lebenden Zeitzeugen in Osteuropa geschaffen.

Nach erfolgreichen Vorführungen in nationalen und internationalen Kinos erscheint der Film am 20. November auf DVD. Buch Greuter präsentiert den Film an diesem Abend in Ausschnitten. Auch Wilhelm Waibel und Marcus Welsch werden zu Gast sein und über die Schwierigkeiten bei der Recherche berichten sowie die Konsequenzen im Verhältnis zu unseren Nachbarländern heute diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.

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Wilhelm Waibel: geboren 1934, ist der jüngste Ehrenbürger der Stadt Singen. Er hat ein Leben lang über die Verstrickung der Singener Industrie mit dem NS-Zwangsarbeitersystem geforscht und sich für die Versöhnung mit den ehemaligen Zwangsarbeitern eingesetzt, die in der Endphase des Nationalsozialismus in Singen arbeiten mussten.

Er ist einer der ersten Deutschen, der nach dem Ende des Eisernen Vorhangs den Mut hatte, in der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine einen Ausgleich und Verständigung mit den ehemaligen Kreigsgegnern zu suchen.

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Regisseur Marcus Welsch wurde 1969 in Singen geboren. Er hat Philosophie und Literaturwissenschaft in Konstanz, Toronto und Berlin studiert. Seit 1995 arbeitet Welsch an verschiedenen Filmprojekten, unter anderem als Regieassistent bei Wolfgang Becker („Good-bye, Lenin!“) und Roman Polanski („Der Pianist“). Bekannt wurde er in der Region durch seinen Film, „Landschaftsgeschichten“.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung bei Buch Greuter: mail@buch-greuter.de