Stoppi, die Stoppuhr: Selten hat ein Maskottchen so gut zu einer Aktion gepasst wie bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Denn vom Donnerstag, 23., bis Sonntag, 26. Mai, zählt wirklich jede Minute. Dann haben die Jugendlichen 72 Stunden Zeit, um ein Projekt vor der eigenen Haustüre zu realisieren. Immer im Blick: Es muss sozial, ökologisch, nachhaltig oder integrativ sein.

2013 beteiligten sich über 10 000 Teilnehmer

Seit 2001 gibt es die Sozialaktion, seit 2013 wird sie bundesweit veranstaltet. Alleine im Bezirk des Bistums Freiburg machten 2013 über 10 000 Teilnehmer mit. Auch im Dekanat Hegau spucken junge Menschen kräftig in die Hände, um ihre Projekte umzusetzen. Wie die Jugendreferenten Christina Fehrenbach und Jean-Pierre Sitzler berichten, werden in der Region acht Ideen realisiert. „Wichtigste Bedingung ist dabei, dass das Projekt nicht für die eigene Gruppe ist. Es muss für jemand anderes sein“, sagt Fehrenbach. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Teilnehmer Mitglieder kirchlicher Verbände sind. „Mitmachen kann jeder“, betont Sitzler.

Acht Gruppen aus der Region sind dabei

Aus dem Dekanat Hegau beteiligen sich drei Ministranten-, zwei Pfadfinder-, eine BDKJ- und eine Gruppe von der Abteilung Jugend und Soziales der Stadt Singen. Die Projekte sind in drei Bereiche aufgeteilt: Entweder man hat sich sein Vorhaben selbst ausgesucht, man plant es mit einem Kooperationspartner zusammen oder man bekommt es zugeteilt. „Das ist die spannendste Variante“, so Fehrenbach. So beabsichtigen die Teilnehmer unter anderem ein Theaterstück zu schreiben und es aufzuführen, Insektenhotels zu bauen, einen Ort der Begegnung in Aach zu schaffen oder den Innenhof eines Friedhofes in Neuhausen ob Eck zu gestalten.

Der Startschuss fällt um 17.07 Uhr

„Die jüngsten Teilnehmer werden wohl sechs Jahre alt sein“, verrät Fehrenbach. Das Material für die Projekte wurde indes von Sponsoren und Gönnern zur Verfügung gestellt. „Hier wird etwas geschaffen, das man sieht und das hinterher bleibt“, sagt Sitzler. Und das alles in 72 Stunden unter dem kritischen Blick von Stoppi. Startschuss ist um 17.07 Uhr.